Schwelbrand im Abwasserkanal bei Sanierungsarbeiten in Felsberg

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Felsberg. Bei Sanierungsarbeiten an einem Kanal in Felsberg ist es am Donnerstag zu einem Schwelbrand gekommen. Es entstanden mehrere Tausend Euro Schaden, verletzt wurde niemand. 

Eine Kanalsanierungsfirma aus Lippe ist seit Montag damit beschäftigt, in Felsberg Sanierungsarbeiten am Kanalnetz durchzuführen. Am Donnerstagnachmittag waren die vier Firmenmitarbeiter damit beschäftigt, im Inlinerverfahren (dabei wird Folie wie eine zweite Haut im Inneren der Rohre aufgebracht und anschließend mit einer UV-Lichtkette verschweißt) den Kanal in der Böddiger Straße, an der Einmündung in die Vorschützer Straße, zu sanieren. Plötzlich stiegen dicke schwarze Wolken aus dem Kanalschacht. Die Mitarbeiter alarmierten um 16.44 Uhr die Feuerwehr.

Vermutlich durch einen technischen Defekt war das UV-Gerät in Brand geraten und hatte auch einen Teil der Kunststofffolie - sie besteht aus einem mit Harz getränkten Glasfasergelege - beschädigt. Um den Schwelbrand in dem Kanalnetz einzudämmen, setzten die Feuerwehrleute gemeinsam mit den Firmenmitarbeitern eine Dichtblase am unteren Ende der Regenwasserleitung ein. Anschließend wurde die Kanalleitung, die das Oberflächenwasser aufnimmt, vom oberen Ende her mit Wasser geflutet. Damit konnte der Schwelbrand erstickt werden. Restliche Rauchgase wurden mit dem Lüfter aus der Leitung gedrückt. Da in dem betroffenen Bereich keine Hausanschlüsse abgehen, bestand keine Gefahr für die Anlieger.

Den Schaden an der UV-Lichtkette schätzt der zuständige Mitarbeiter der Sanierungsfirma auf 5000 Euro. Der Gesamtschaden dürfte aber weitaus höher sein, da ein Teil der bereits eingebrachten und schon verschweißten Inlinefolie durch den Schwelbrand beschädigt wurde. Die genaue Schadenshöhe und das gesamte Ausmaß des Schadens kann zurzeit noch nicht benannt werden. Kanaldurchfahrungen mit einer Kamera werden weiteren Aufschluss über die entstandenen Schäden geben. Personen wurden nicht verletzt.

Die Freiwillige Feuerwehr Felsberg war, unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Markus Semmler, mit 20 Einsatzkräften und das DRK Felsberg mit zwei Helfern an der Einsatzstelle. Die Straße in Richtung Böddiger war während der Einsatztätigkeit nicht befahrbar. Der Verkehr wurde durch die Siedlung umgeleitet. Da auch die Umleitungsstrecke in Richtung Rhünda, Wabern von den Behinderungen betroffen war, kam es zu Staus in der Felsberger Innenstadt. Kurz nach 18 Uhr waren die Straßen wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

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