Gewässerverschmutzung bei Felsberg – Drohne im Einsatz

Ölsperren auf der Eder bei Felsberg

Mitglieder der Feuerwehr hängen Gewichte an die Ölsperre, um das Öl auf der Wasseroberfläche aufzufangen.
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Arbeit vom Boot aus: Mitglieder der Feuerwehr errichten eine Ölsperre auf der Eder.

Eine Gewässerverschmutzung führte seit Freitagabend zu einem mehrtägigen Feuerwehreinsatz an der Eder und ihrem Zulauf. Passanten hatten am Freitag gegen 19 Uhr unterhalb der Fußgängerbrücke über die Eder, beim Felsberger Rathaus, den Ölfilm bemerkt.

Felsberg - Der Ölfilm reichte über die gesamte Breite des Flusses. Die Passanten waren nicht nur durch den bunt schillernden Film, sondern hauptsächlich durch den Kraftstoff-Geruch auf die Verschmutzung aufmerksam geworden.

Mehr als 50 Feuerwehrleute aus Felsberg und Brunslar kamen zur Einsatzstelle an der Brücke, inklusive Feuerwehr-Boot. Da hatte sich der Ölfilm schon weiter flussabwärts in Richtung Brunslar ausgedehnt. Daher wurde in Höhe der Kanuanlagestelle, gegenüber dem Neuenbrunslarer Sportplatz, eine 60 Meter lange Ölsperre mit dem Boot auf der an dieser Stelle etwa 40 Meter breiten Eder ausgelegt.

Um das Öl auf dem Wasser in einem Spezialverfahren zu binden, musste die Brücke über die Eder zwischen Alten- und Neuenbrunslar bis nach 22 Uhr voll gesperrt werden. Der Einsatz am Freitagabend dauerte bis 23.30 Uhr. Drei Feuerwehrleute, die mit dem Boot auf der Eder unterwegs waren, hingen Gewichte aus Stahl an die Ölsperre, um die auf der Oberfläche schwimmende Flüssigkeit aufzufangen. Mit Ölschiebern wurde Bindemittel am Altenbrunslarer Ufer aufgefangen. Auch die untere Wasserbehörde beim Schwalm-Eder-Kreis wurde informiert.

Mit der Drohne der Felsberger Feuerwehr wurde der Fluss abgeflogen, um die Ursache für die Gewässerverschmutzung festzustellen. Auch die Polizei war unterwegs. Nach ersten Ermittlungen nahmen die Ölschlieren zwischen Rhünda und Gensungen ihren Anfang. Ein Verursacher konnte vorerst noch nicht ermittelt werden.

Am Samstagmorgen berieten sich Bürgermeister Volker Steinmetz, Claudia Weppler von der Wasserbehörde, Feuerwehr-Einsatzleitung, Polizei und der Betreiber der Felsberger Autoverwertung. Es wurde festgestellt, dass das erste Auftreten der Verschmutzung in einem Einlauf und Graben neben dem Radweg ist. Ein Gutachter wurde eingeschaltet.

Mit weiteren Ölschlingen im Zulauf, der in die Eder mündet, wurde ein weiteres Einlaufen in den Fluss gestoppt. Allerdings müssen sie regelmäßig kontrolliert, ausgetauscht und entsorgt werden. Die Kosten muss der Verursacher tragen, hieß es. Würde die Sperre länger auf dem Fluss bleiben, bestehe die Gefahr, dass sie durch die starke Strömung reißt, die bei starken Regenfällen und damit verbundenem Strömungsanstieg, sowie durch Ablassen aus der Edertalsperre, auftreten kann. (Helmut Wenderoth)

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