Fördermittel vom Land Hessen

Im Einsatz für Integration: Felsberg hat mit Heike Miedler einen Sport-Coach

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Freuen sich über das Förderprogramm des Landes: von links Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz und Sport-Coach Heike Miedler. 

Sport verbindet: Menschen, Generationen und Kulturen. Sport-Coaches sollen bei der Integration von Flüchtlingen helfen. Eine davon ist Heike Miedler aus Felsberg.

Sie arbeitet seit 1997 als Streetworkerin und Jugendpflegerin. Seit 2015 engagiert sie sich außerdem in der Flüchtlingshilfe. „Mit dem Förderprogramm des Landes haben wir eine gute Voraussetzungen für eine gelungene Integration“, sagt Heike Miedler.

Miedler, die als Sport-Coach ehrenamtlich im Zuge des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“ bei der Integration von Flüchtlingen hilft, stellt die Kontakte zwischen Flüchtlingen, Sportvereinen, Flüchtlingsbetreuungen und -initiativen her. „Dadurch haben wir mittlerweile eine große Vielfalt in unseren Sporthallen“, sagt Miedler. Egal, ob in den Kitas, Sportvereinen oder im Mehrgenerationenhaus: Als Coach erfragt Miedler zum Beispiel, welche Interessen die Flüchtlinge in der Gemeinde haben. Dann hilft sie bei der Vermittlung in passende Vereine. Miedler begleitet die Flüchtlinge auch zu den ersten Übungsstunden. So fährt sie beispielsweise auch Familien zu Schwimmkursen, erzählt sie.

Die Jüngsten, die Miedler betreuet, sind etwa fünf Jahre alt. Nach oben gäbe es keine Altersgrenze – meist nehmen auch die Eltern an Sportangeboten teil oder schnuppern wenigstens, sagt sie. „Die Flüchtlinge sollen in reguläre Sportvereine vermittelt werden“, erklärt Miedler.

Gründung einer Fußballgruppe 

Zusammen mit Deutschen wird in Übungsgruppen und Mannschaften zunächst trainiert. „In den meisten Fällen streben wir eine Mitgliedschaft an“, sagt sie. Deshalb sei sie auch besonders stolz, dass sich mittlerweile Fußballgruppen junger Flüchtlinge aus Afghanistan gegründet haben, die in Turnieren gegeneinander antreten. Sie sind zwischen 19 und 21 Jahre alt und befinden sich mittlerweile alle in einer Ausbildung.

„Ob das alleine auf die Integration in den Sportvereinen zurückzuführen ist, lasse ich offen stehen“, sagt sie. Aber: Ein Teil habe bestimmt dazu beigetragen, sagt sie lachend.

Der Stadt Felsberg stehen nun jährlich 6000 Euro aus dem Landesprogramm „Sport und Integration“ zur Verfügung. Mit dem Geld wurden bereits Fußballvereine, wie die Eintracht Felsberg und der Fußballclub Lohre mit Materialien, wie Bällen und Trikots unterstützt, erklärt Miedler. Gebühren für eine Vereinsmitgliedschaft Um die Gebühren für eine  Vereinsmitgliedschaft zu decken, haben die Flüchtlinge, wie auch jeder Deutsche, einen Anspruch auf Bildung und Teilhabe. Bis zum 18. Lebensjahr wird ein Bedarf zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft in Höhe von insgesamt zehn Euro monatlich berücksichtigt, erklärt Miedler. Mitgliedsbeiträge in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit sind dabei inbegriffen.

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