Sport für Mensch und Hund: Deutsche Meisterin in Rally Obedience Klasse II kommt aus Gensungen 

Daniela Pollmer und Schäferhund Esco belegten 2019 den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Rally Obedience in der Klasse 2. Foto: Hanna Maiterth

Gensungen – Daniela Pollmer aus Gensungen und ihr Hund Esco trainieren zusammen Rally Obedience. 2019 ist Pollmer  sie Deutsche Meisterin Klasse II geworden. 

 Eine zierliche Frau in T-Shirt, Laufhose und Sportschuhen und ein großer Schäferhund stehen konzentriert auf einer großen Wiese hinter ihrem Wohnhaus in Gensungen. Vor ihnen ein Schild. „Start“ steht darauf. Auf der Wiese sind weitere beschriftete Schilder sowie Pylonen und eine Hürde verteilt. 

Daniela Pollmer (28) und Schäferhund Esco (9) aus Gensungen trainieren zusammen Rally Obedience. Das ist eine Kombination aus Parkour und Gehorsamkeitsübungen. In diesem Jahr haben Pollmer und Esco an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen und in der Klasse 2 den ersten Platz belegt: 100 Punkte in Bestzeit – zwei Minuten, drei Sekunden.

Esco sitzt fast auf dem linken Fuß seines Frauchens. Er reicht Pollmer bis zur Hüfte. Der Blick des Schäferhundes ruht aufmerksam auf ihrem Gesicht. Eine kleine Bewegung, ein Schritt und das Duo beginnt mit dem Parkour.

Seit zwei Jahren trainiert die 28-Jährige mit ihrem Hund Rally Obedience. Bis dahin haben sie Agility gemacht. Ein Hindernislauf, bei dem Schnelligkeit, Koordination und körperliche Fitness wichtig sind. Bei Mensch und bei Tier. „Je älter der Hund, desto besser geeignet ist Rally Obedience“, sagt Pollmer.

Daniela Pollmer und Esco sind am ersten Schild angekommen und stoppen. Pollmer dreht sich mit der linken Schulter nach hinten, der Schäferhund setzt sich. Sie dreht die Schulter nach vorne, Esco erhebt sich. Die beiden laufen weiter.

„In Deutschland ist die Sportart noch nicht sehr bekannt“, erzählt Pollmer. Geeignet ist Rally Obedience für jede Hunderasse und jeden Halter. „Wer seinen Hund fordern und auslasten will, der liegt mit dieser Sportart richtig.“ Spaß müsse es dem Tier jedoch auch machen, sonst habe es keinen Sinn. „Als Halter muss man außerdem Geduld mitbringen und auf den Körper des Hundes achten“, sagt Pollmer.

Die 28-Jährige und ihr Schäferhund trainieren bis zu drei Mal in der Woche. „Wenn Esco keine Lust hat, lassen wir es ausfallen“, sagt die Gensungerin. Das käme jedoch selten vor, erzählt Pollmer lachend. Zum Teil fordert der Schäferhund die Übungen sogar ein, wenn sein Frauchen eigentlich nur spazieren gehen will.

Im Parkour passieren Hund und Frauchen im Slalom vier Pylonen. Danach muss Esco sitzen bleiben, während Daniela Pollmer bis zum nächsten Schild und wieder zurückgeht. Der 9-jährige Hund bleibt ruhig, lässt sein Frauchen aber nicht aus den Augen. Am vierten Schild drehen sich beide im Kreis. Jetzt bleibt nur noch eine Hürde. Im Laufschritt geht es darauf zu. Eine Handbewegung von Pollmer und Esco springt über den Stab. Ob die beiden im nächsten Jahr wieder an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen? Pollmer ist sich noch unsicher: „Es ist schwer abzuschätzen, wie fit Esco dann ist.“ Denn Schäferhunde werden in der Regel zwischen neun bis maximal 13 Jahre alt. Doch solange Esco Spaß am Rally Obedience hat, wird Daniela Pollmer mit ihm üben.

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