Jugendarbeit ist ein Balance-Akt

Stadtjugendpflege Felsberg hat eine neue Mitarbeiterin

Stephanie von Buttlar auf Balancier-Balken
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Stephanie von Buttlar arbeitet seit Januar in Felsberg.

Die Sozialpädagogin Stephanie von Buttlar ist neue Stadtjugendpflegerin in Felsberg. Zusammen mit ihrer Kollegin Heike Miedler will sie durch Corona erschwerte Jugendarbeit mit neuem Leben füllen.

Felsberg – „Man muss selbst auf jeden Fall Kind geblieben sein“, sagt Stephanie von Buttlar, während sie ihre Hobbys aufzählt. Klettern, Reiten und diverse Instrumente beherrscht die 38-Jährige aus Bad Wildungen. Sie hat keine Scheu, Neues auszuprobieren – die beste Voraussetzung für die Arbeit bei der Stadtjugendpflege in Felsberg.

Stephanie von Buttlar wird die Stelle von Arnd Meckling-Kiepe übernehmen, der in Ruhestand gegangen ist. Bevor die gebürtig aus Bad Zwesten kommende Frau so richtig in die Arbeit mit den Jugendlichen einsteigen kann, geht es erst mal auf große Kennenlern-Tour durch die Felsberger Stadtteile.

„Alle Jugendclubs in den Stadteilen, die Ortsvorstehher und Ansprechpartner für unsere Kooperationen werde ich in kommenden Wochen nach und nach kennenlernen“, sagt Stephanie von Buttlar freudig.

Zusammen mit ihrer Kollegin Heike Miedler hat sich die studierte Sozialpädagogin als Ziel gesetzt, die wegen Corona geschlossenen Jugendclubs wieder zu beleben. „Außerdem wollen wir das Thema Jugendparlament in Felsberg wieder angehen“, sagt Stephanie von Buttlar – „wenn es auch gewollt wird.“

Kontakte in Felsberg konnte sie bereits knüpfen: „Ich habe eine jahrelange Verbindung zu Felsberg. Über die Elternschule haben sich Freundschaften zu anderen Eltern aufgebaut.“ Die zweifache Mutter hat Kinder im Alter von zehn und 15 Jahre – genau die Altersspanne, in der sich auch die meisten Kinder in der Jugendpflege befinden. „2019 habe ich auch schon bei den Ferienspielen in Felsberg mitgeholfen. Das hat sehr viel Spaß gemacht.“

Ob sie sich Sorgen macht, dass die Jugendlichen ihr erst mal zurückhaltend begegnen werden? „Natürlich sind sie alle an Arnd Meckling-Kiepe gewöhnt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder und Jugendliche meist unvoreingenommen sind“, sagt Stephanie von Buttlar.

Sie freue sich einfach darauf, mit den Jugendlichen neue Sachen auszuprobieren.

Die Arbeit in der Jugendpflege sei dennoch ein Balance-Akt – zwischen selbst Kind sein und in der Rolle der Pädagogin bleiben.

Doch mit einer Ausbildung zur Erzieherin und einem Sozialpädagogik-Studium sieht sich Stefanie von Buttlar bestens gerüstet für ihren neuen Job.

„Das Wichtigste ist, das man authentisch bleibt“, sagt die 38-Jährige. „Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn ich Kindern offen und ehrlich begegne, dann bekomme ich das auch zurück.“ (William Abu El-Qumssan)

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