Freundschaft seit 37 Jahren 

Städtepartnerschaftsverein sucht noch Felsberger Gastfamilien

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Ein Geschenk aus Frankreich: aus Vernouillet haben Ulrich Brandenstein und Bürgermeister Volker Steinmetz ein Gemälde erhalten, das die drei Burgen in Felsberg abbildet. 

Am Himmelfahrtswochenende ist es wieder soweit: 25 Menschen aus der französischen Partnerstadt Vernouillet besuchen Felsberg. Für den diesjährigen Besuch fehlen allerdings noch Felsberger Gastfamilien.

37 Jahre sind vergangen, seit Felsbergs ehemaliger Bürgermeister Adolf Herwig und sein Kollege aus Vernouillet, Maurice Legendre, mit ihren Unterschriften die Partnerschaft zwischen beiden Städten besiegelten. Das erzählt Ulrich Brandenstein, der Vorsitzende vom Städtepartnerschaftsverein Felsberg.

„Der Austausch hat in den vergangenen Jahren super funktioniert“, sagt er. Aufgrund einiger Terminüberschneidungen gestalte sich die Situation in diesem Jahr etwas schwieriger. Dabei sei der Austausch wichtiger denn je, sagt Brandenstein. Städtepartnerschaften, wie die zwischen Felsberg und Vernouillet, würden dazu beitragen, ein vereintes Europa bei den Bürgern zu festigen. Mit Blick auf europaweite Probleme, wie etwa Nationalismus, sei der freundschaftliche Austausch förderlich. „Damit wird der Bezug eines jeden Einzelnen zu Europa verstärkt“, sagt Brandenstein.

Über die Jahre habe sich zwischen einigen Gastfamilien eine enge Freundschaft entwickelt. Durch individuelle Erfahrungen vor Ort erlebe man hautnah, wie die Menschen leben, denken und welche Kultur sie pflegen. Das sei nicht vergleichbar mit einer Urlaubsreise, sagt Brandenstein. „Eine Erfahrung, die einen ein Leben lang begleitet.“ So erinnert sich Brandenstein noch heute gerne an Felsbergs Ehrenbürger Maurice Legendre, der 2014 starb. Legendre setzte sich als Bürgermeister von Vernouillet für die Partnerschaft mit Felsberg ein. Für seinen Einsatz wurde er 1993 zum Ehrenbürger der Stadt Felsberg ernannt. Bei seiner Trauerfeier in Frankreich im Jahr 2014 waren Ulrich Brandenstein und Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz auch anwesend. „Es war keine Beerdigung, wie wir sie kennen. Eher eine Ehrungs-Feier“, erzählt Brandenstein. Trotz des traurigen Anlasses sei es eine schöne Feier gewesen, die seinen Erfahrungshorizont erweitert habe.

Der Besuch der Franzosen findet vom 30. Mai bis 2. Juni statt. Französisch-Kenntnisse sind nicht notwendig. Einzige Voraussetzung als Gastfamilie: ein freies Zimmer. Ein wenig Freizeit in diesem Zeitraum ist wünschenswert, sagt Brandenstein.

Das Programm am Pfingstwochenende:

Eine Mitgliedschaft im Städtepartnerschaftsverein ist nicht notwendig, um Gastfamilien aufzunehmen, erklärt Ulrich Brandenstein. Ebenso könne sich jeder für die nächste Fahrt nach Vernouillet anmelden. Das Programm für den diesjährigen Besuch sieht wie folgt aus: Am Freitag 31. Mai, dem zweiten Tag nach der Anreise der Franzosen, geht es um 9 Uhr mit dem Privat-Pkw nach Eisenach. Geplante Ankunft ist um 11 Uhr. Dort wird es eine Führung in französischer Sprache geben. Anschließend können die Burg und Umgebung auf eigene Faust besichtigt werden. Der Abend kann individuell gestaltet werden, genau wie der Samstag. Am Samstagabend lädt der Verein dann nach Beuern ins Dorfgemeinschaftshaus ein, wo es ein gemeinsames Abendessen in gemütlicher Runde geben wird. Die Uhrzeit steht noch nicht fest, erklärt Brandenstein.

Kontakt: Ulrich Brandenstein: 0179/7518118 oder per E-Mai: Staedtepartnerschaft.felsberg@online.de

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