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Störender Wildwuchs im Rhündabach wurde beseitigt

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Von: Manfred Schaake

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Arbeitseinsatz im und am Rhündabach: Mitarbeiter des städtischen Bauhofes beseitigen störenden Wildwuchs, damit das Wasser wieder besser abfließen kann.
Arbeitseinsatz im und am Rhündabach: Mitarbeiter des städtischen Bauhofes beseitigen störenden Wildwuchs, damit das Wasser wieder besser abfließen kann. © Manfred Schaake

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes Felsberg haben einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz in Rhünda geleistet: Sie haben den Rhündabach von störenden Bäumen und Sträuchern sowie weiterem Wildwuchs befreit. Damit wurde auch eine Forderung von Bürgern und des Ortsbeirates erfüllt.

Rhünda - Vorausgegangen war im Sommer vorigen Jahres ein Ortstermin in Rhünda zum Thema Hochwasserschutz. Teilgenommen hatten Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Schwalm-Eder-Kreises, der Stadt Felsberg, des Ortsbeirates Rhünda sowie interessierte Bürger.

Anlass war ein HNA-Bericht über die Angst von Einwohnern vor Hochwasser bei Starkregen. Ausgelöst wurde dies durch einen Bericht über die Hochwasserkatastrophe in Rhünda vor 66 Jahren und die jüngsten Ereignisse im Westen Deutschlands im Sommer 2021. Mehrere Anwohner – darunter auch die HNA-Leser Reiner und Birgit Koch – hatten sich gemeldet. Sie beschwerten sich über den Wildwuchs im Bach mit Bäumen und Büschen sowie die Schäden im Bachbett und am Mauerwerk.

Das soll nach der Katastrophe von 1956 für mehr Sicherheit sorgen. Die sahen die Anwohner in Gefahr und forderten die sofortige Beseitigung des wilden Grüns und das Ausbessern der Schäden. „Wir müssen was für den Hochwasserschutz tun“, hatte Bürgermeister Volker Steinmetz schon im Juli vorigen Jahres auf HNA-Anfrage erklärt und ein Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz am Rhündabach von der Quelle bis zur Mündung in die Schwalm angekündigt.

Gepflasterter Bereich frei für Wasserablauf

Nach Angaben von Steinmetz wurde das Rhünda-Bachbett zwischen Glascontainer und Ortsausgang am Steinbruch bisher im Abstand von zwei bis drei Jahren von Gehölzen freigeschnitten, zuletzt im Jahre 2020. Der Bereich zwischen Glascontainer und Bundesstraße 253 sei 2013 „stark ausgelichtet“ worden. In den folgenden Jahren habe man darauf geachtet, dass der gepflasterte Bereich für den Wasserablauf frei war: „Hier bestand immer ein Querschnitt, der den Durchfluss ermöglichte.“

Kritik wird in Rhünda auch am schlechten Zustand des Geländers am Bach geübt. Steinmetz: „Das Geländer soll im Laufe des Jahres untersucht und dann festgelegt werden, was dringlich zu tun ist und welche Mittel im Haushalt bereitzustellen sind.“

Zum Thema Gesamtkonzept sagt Steinmetz auf HNA-Nachfrage, der Magistrat habe für das Stadtgebiet bereits eine Starkregen-Vorsorgebetrachtung in Auftrag gegeben: „Wir rechnen nicht vor Ende des Jahres 2022 mit Ergebnissen.“

Fünfstelliger Betrag für Hochwasserschutz vorgesehen

Für den Haushalt 2022 hatte der Bürgermeister im September einen fünfstelligen Betrag für Hochwasserschutz angekündigt. Seine aktuelle Antwort: „Da nach den später eingegangenen Informationen des Orientierungsdatenerlasses des Landes Hessen vom Herbst 2021 die Stadt Felsberg mit deutlich geringeren Einnahmen rechnen muss, mussten auch hier die Ansätze im Haushaltsentwurf reduziert werden. Die noch anstehenden Haushaltsberatungen in den Gremien entscheiden final über dessen Höhe.“ Für das Beseitigen des Aufwuchses im Rhündabach seien im Etatentwurf 2022 derzeit 25 000 Euro veranschlagt.

Der Rhündabach sowie die anderen Fließgewässer im Stadtgebiet werden, so Steinmetz, „bedarfsabhängig und im Rahmen der Gewässerunterhaltung gepflegt“. Dazu gehören:

Sechs Brücken über die Rhünda gibt es im Ort. „Die Brücke am Backhaus ist in keinem guten baulichen Zustand“, sagt der Bürgermeister. Ein Neubau sei empfohlen worden. Planung und Kosten werde das beauftragte Ingenieurbüro in Kürze vorlegen. Der Neubau sei für 2023 geplant. Der Durchfluss-Querschnitt werde durch den Neubau nicht verringert.

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