Landkreis und Sparkasse überreichen 2000 Euro

Tierheim Beuern ist voll und Spenden fehlen

Freude über eine Spende von 2000 Euro: von links Ralf Pomplun, Vorsitzender des Vereins „Ein Heim für Tiere” und Pressewartin Tatjana Rippel, hinten Kreistagsvorsitzender Michael Kreutzmann. Landrat Winfried Becker und Direktor Michael von Bredow, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Schwalm-Eder.
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Freude über eine Spende von 2000 Euro: von links Ralf Pomplun, Vorsitzender des Vereins „Ein Heim für Tiere” und Pressewartin Tatjana Rippel, hinten Kreistagsvorsitzender Michael Kreutzmann. Landrat Winfried Becker und Direktor Michael von Bredow, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Schwalm-Eder.

Dem Tierheim Beuern fehlen durch die Coronapandemie Besucher und damit auch dringend erforderliche Spenden für die Betreuung.

Beuern - Pro Jahr werden durchschnittlich 600 bis 650 Tiere aufgenommen, im Vorjahr waren es 660. Das erklärte der Vorsitzende des Vereins „Ein Heim für Tiere”, Ralf Pomplun, bei der jüngsten Spendenübergabe. Gemeinsam mit dem Kreistagsvorsitzenden Michael Kreutzmann und dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Schwalm-Eder, Michael von Bredow, übergab Landrat Winfried Becker eine Spende in Höhe von 2000 Euro.Das Geld kommt von der Sparkasse sowie vom Kreistagsvorsitzenden, dem Landrat und dem Ersten Kreisbeigeordneten.

„Sie leisten einen großartigen ehrenamtlichen Einsatz“, sagte Kreutzmann zur Arbeit des Trägervereins mit derzeit 570 Mitgliedern. Beuern ist das einzige Tierheim im Schwalm-Eder-Kreis. Es besteht seit 25 Jahren, ist zugelassener Ausbildungsbetrieb für die Ausbildung zum Tierpfleger im Bereich Tierheim und Tierpension und Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst.

„Corona macht alles kaputt“, sagte Ralf Pomplun. Dem Verein fehlen nach seinen Worten Märkte, Gewerbeschauen, Ausstellungen, Feste, das monatliche Waffelbacken, die Betreuung der Besucher sowie der Ehrenamtlichen.

Schwierigkeiten gebe es durch ausbleibende Geld- und Sachspenden, das Fehlen der Hundepension, einen Rückgang der Tiervermittlungen und den erhöhten digitalen Aufwand bei schlechter Breitbandanbindung. Von den bis zu 650 pro Jahr aufgenommenen Tieren seien 70 Prozent Fundtiere, hauptsächlich Katzen, 15 Prozent abgegebene andere Tiere und 15 Prozent Pensionshunde. Für 16 Städte und Gemeinden sei Beuern die Aufnahmestation für Fundtiere. „Wir sind derzeit randvoll, platzen aus allen Nähten“, erläuterte Pomplun. Für 25 000 Euro habe man zusätzlich einen Doppelcontainer zur Unterbringung aufgestellt: „Das haben wir uns abgespart.“

Vielen Tierhaltern gehe das Geld aus. Pomplun: „Wir kriegen große, schwierige Hunde, die nur mit Maulkorb geführt werden können. Das macht Probleme.“ Viele der abgegebenen Katzen seien krank, „den Menschen fehlt das Geld für den Tierarzt“. Derzeit müssten etwa 25 Hunde und 60 Katzen betreut werden. Allein 2000 Euro seien für Not- und lebenserhaltende Operationen der Tiere nötig. Dankbar sei man für jede Geldspende, aber auch für die Sachspenden vom Futter bis zum Heizöl.

Was nach den Worten Pompluns trotz Corona gut lief im Vorjahr: Eine überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft, eine Zunahme der Sachspenden und mehr Hilfsangebote der Ehrenamtlichen.

„Für uns ist die jährliche Spende zu einer schönen und sinnvollen Tradition geworden“, sagte Kreistagsvorsitzender Kreutzmann. Immer in der letzten Sitzung des Jahres ruft er zur Spende auf. Der Betrag wird durch den Landrat, den Ersten Kreisbeigeordneten und die Kreissparkasse aufgestockt und an ein soziales Projekt im Landkreis gespendet.

Eine angemessene Versorgung und artgerechte Unterbringung der Tiere koste viel Geld, sagte Michael Kreutzmann.

Kontakt: Tierheim Beuern, Telefon 05662/6482, E-Mail: info@tierheim-beuern.com

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