Treff im alten Kinosaal: Islamische Gemeinde kauft Areal um ehemalige Gaststätte

Felsberg – Der Felsberger Ortsverein der Islamischen Gemeinde Milli Görüs hat das Areal um die ehemalige Gaststätte Eiffert und den alten Kinosaal erworben.

Das teilte Murat Cetinkaya auf HNA-Anfrage mit. Er ist Architekt und im Vorstand der Islamischen Gemeinschaft, die ein eingetragener Verein ist.

Die Felsberger Muslime haben bereits gemeinsam mit dem Architekten in Gensungen aus einem alten Gebäudekomplex an der Frankenstraße ein islamisches Kulturzentrum geschaffen. Nun soll das Areal mit dem Kauf der Gaststätte und dem Kinosaal erweitert werden.

Das Gelände wurde während eines Bieterverfahrens von der Islamischen Gemeinde für 40 000 Euro erworben. Derzeit warte der Verein noch auf Genehmigungen des Denkmalschutzes. Dann könne mit den umfassenden Sanierungsarbeiten begonnen werden, erklärt Cetinkaya.

Bisher hat die Gemeinschaft in dem Zentrum an der Frankenstraße sieben Multifunktionsräume. „Die reichen aber nicht aus“, sagt er. Etwa 800 bis 1000 Muslime gibt es in Felsberg, so schätzt Cetinkaya. Kommen sie alle zusammen, „wird es eng“, sagt er. Damit meint er insbesondere das jährlich stattfindende Straßenfest.

Die Gaststätte

In die alte Gaststätte Eiffert soll die Teestube, die bislang noch im alten Gebäude des Vereins untergebracht ist, umziehen.

Dort ist bislang Platz für höchstens 70 Personen. In der alten Gaststätte würden etwa 100 Menschen Platz finden. Dieser Raum kann in Zukunft auch für Feiern gemietet werden, erklärt Cetinkaya. Die Küche der Gaststätte soll auf Vordermann gebracht werden. Dort soll demnächst das Essen für die Feste zubereitet werden.

Die Scheune

Die alte Scheune auf dem Gelände ist seit Jahren nicht genutzt worden, erklärt Cetinkaya. Derzeit steht noch nicht fest, was mit ihr geschehen soll. Ein Statiker ist bestellt.

Dieser soll prüfen, ob die Scheune einsturzgefährdet ist. Wenn ja, werde sie natürlich abgerissen. Ein Abriss würde etwa 70 000 bis 80 000 Euro kosten, schätzt Cetinkaya. Geld, das der Verein selbst aufbringen müsste. Besteht keine Einsturzgefahr, bleibt die Scheune erhalten, sagt Cetinkaya.

Der alte Kinosaal

Auch der alte Kinosaal soll wieder genutzt werden. Dieser soll ebenfalls als Versammlungsraum dienen. Zuvor muss aber entrümpelt werden, sagt Cetinkaya. Die Räume seien jahrelang nicht betreten worden. Unter dem damaligen Kino befindet sich noch eine Kegelbahn. Der Raum um die Kegelbahn soll demnächst von den Jugendlichen genutzt werden.

Neue Wohnungen

Über der ehemaligen Gaststätte befinden sich noch zwei Wohnungen.

Diese sollen umfassend saniert und anschließend vermietet werden. „Das wäre dann neben den Mitgliederbeiträgen, die erste Einnahmequelle für den Verein“, sagt Cetinkaya.

Barrierefreiheit

Zudem überlegt Cetinkaya, einen Fahrstuhl an eines der Gebäude zu bauen. „Die Mitglieder werden älter – da sehen wir uns gezwungen, zu handeln“, sagt er.

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