Treffpunkt für alleinerziehende Eltern einmal im Monat

Angebot für Alleinerziehende: Julia Z. und Sozialpädagogin Christiana Kuhnt im Mehrgenerationenhaus in Felsberg. Foto: Braun

Felsberg. Einmal im Monat treffen sich alleinerziehende Frauen und Männer in Felsberg.

Im Familienzentrum in Felsberg ist jeden dritten Mittwoch im Monat ein lockeres Treffen von alleinerziehenden Frauen und Männern aus dem Landkreis. Sie kommen unter anderem aus Körle, Felsberg und Treysa.

Die Themenauswahl ist groß: Es geht zum Beispiel um Kinderbetreuung, Unterhaltszahlungen, Erziehungsprobleme und das Verhältnis zum Vater oder der Mutter des Kindes nach der Trennung. Die im Familienzentrum angestellte Diplom-Sozialpädagogin Cristiana Kuhnt begleitet diese Treffen. Sie steht den Anwesenden im Gesprächskreis mit Rat und Tat zur Seite. Im Augenblick wird sie von einer Praktikantin unterstützt. Neben diesen gemeinsamen Treffen besteht auch die Möglichkeit von Einzelberatungen.

Mit den Müttern und Vätern geht es dabei auch um die Kindheitsentwicklung, Gesundheitsfragen, Alltags- und Freizeitgestaltung und berufliche Dinge. So steht die Suche nach einem adäquaten Arbeitsplatz, der sich mit den Bedürfnissen von Kindern und Beruf vereinbaren lässt, regelmäßig auf der Tagesordnung.

Bis zu zehn oder mehr Mütter und Väter kommen zu den Treffen. Aber da fangen die Schwierigkeiten schon an, denn die Eltern benötigten für die Treffen auch immer einen Babysitter oder eine andere Betreuung für Kinder.

Zu spät kommen ist erlaubt: „Es gibt keinen Terminstress. Wenn man absagt, ist es auch kein Problem“, sagt Cristiana Kuhnt. Man habe natürlich Verständnis für die Probleme der Alleinerziehenden.

In Felsberg entstünden private Freundschaften und es fänden Treffen der Alleinerziehenden mit ihren Kindern statt. Im Elterncafé werde außerdem regelmäßig gebastelt, gesungen, vorgelesen und geredet.

Martina U., auf Wunsch nennen wir nicht die vollen Namen der Alleinerziehenden, hat ein nicht schulpflichtiges Kind und berichtet, dass sie lange gebraucht habe, um ihre Geschichte zu erzählen: Sie sei in Vollzeit berufstätig und bedauere, dass es schwierig sei, mit anderen Eltern Kontakt zu halten. Sie freue sich daher über das Angebot im Mehrgenerationenhaus.

Der Spagat zwischen Erziehung und Arbeit sei schwierig: Ohne ihre Eltern würde sie die Doppelbelastung Beruf und Kind nicht unter einen Hut bekommen, berichtet sie. Auch ihr verständnisvoller Chef unterstütze sie.

Julia Z. aus Schwalmstadt hat zwei Kinder, ein und vier Jahre alt und findet es schön, dass sie sich in Felsberg in einer kleinen Gruppe von ebenfalls Alleinerziehenden bewegen könne. Die schwierigste Hürde war, erstmals zu einem Treffen zu kommen.

Das Familienzentrum wird durch Zuschüsse vom Land, dem Landkreis und von Spenden getragen.

• Die Treffen finden jeden dritten Mittwoch im Monat von 20 bis 21.30 Uhr im Familienzentrum im Mehrgenerationenhaus in Felsberg, Untere Birkenallee 19, statt.

Von Hannelore Braun

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