Felsberg

Über Bienen und Plastikmüll: Jugendwerkstatt in Felsberg schließt Umweltprojekt ab

Auch das Bienensterben wurde thematisiert: In der Holzwerkstatt zeigen von links Salvatore Scilanga, Jalaldin Nazari und Sammy Reckemeyer selbst gebaute Insektenhotels und ein Plakat.
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Auch das Bienensterben wurde thematisiert: In der Holzwerkstatt zeigen von links Salvatore Scilanga, Jalaldin Nazari und Sammy Reckemeyer selbst gebaute Insektenhotels und ein Plakat.

Das zweijährige Klima-Projekt der Jugendwerkstatt Felsberg endet nun. Am 30. September gibt es eine Abschlusspräsentation zum Thema Schokolade.

Felsberg – Gemeinsam in der Holzwerkstatt Insektenhotels bauen, auf dem Bio-Bauernhof um die Ecke Äpfel pflücken und dann gemütlich in der Küche Marmelade einkochen.

In der Jugendwerkstatt in Felsberg wurde in den vergangenen zwei Jahren das Thema Nachhaltigkeit in den Alltag integriert.

„Mit Workshops und regelmäßigen Unterrichtseinheiten wollten wir das Bewusstsein der Jugendlichen für unsere Umwelt fördern“, sagt Bastian Di Marzio, der Leiter des Projektes Prima-Klima-Kumpel.

Die Teilnehmer im Alter von 16 bis 26 Jahren beschäftigten sich mit Themen wie dem Klimawandel, Bienensterben und regionaler Landwirtschaft. Sie erarbeiteten dazu Plakate und ein eigenes Quiz, sagt Retty Paruntu, Koordinatorin der Berufsvorbereitung der Jugendwerkstatt.

„In den Werkstätten konnten die Jugendlichen auch vieles praktisch ausprobieren und stellten unter anderem Seife und Bienenwachspapier her“, sagt sie.

Schüler Sammy Reckemeyer hat auch an dem Projekt teilgenommen. Nachdrücklich in Erinnerung geblieben ist ihm der enorme Fleischkonsum in Deutschland.

„Wir haben gelernt, dass jeder durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch im Jahr isst“, sagt er. Er hat deswegen seine Essgewohnheiten geändert. „Ich esse nur noch wenig Fleisch und ich achte darauf, dass es nicht aus der Massentierhaltung kommt.“

Sein Mitschüler Salvatore Scilanga erwähnt auch die damit zusammenhängenden Müllmassen. „Ich war erschrocken, wie viel Plastik im Meer schwimmt“, sagt er.

Auch Jalaldin Nazari hat das Projekt beeindruckt. „Ich habe früher nicht den Sinn darin gesehen, mein Verhalten zu verändern. Denn was kann ich allein schon bewegen“, sagt er.

Heute ist das anders. Er erzählt seinen Freunden, was er in der Jugendwerkstatt gelernt hat. „Ich hoffe, sie nehmen das ernst. Jeder kleine Schritt hilft.“

Auch nach dem Abschluss des Projektes sollen Umwelt und Nachhaltigkeit weiter im Alltag der Jugendwerkstatt vorkommen. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Eine Abschlusspräsentation findet am Donnerstag, 30. September, ab 11 Uhr in der Kantine der Jugendwerkstatt statt. Dabei wird das Thema Schokolade im Vordergrund stehen.

„Es geht um Arbeitsbedingungen und Umweltschäden, die durch die Schokoladenproduktion entstehen“, sagt Di Marzio. Die Teilnehmer werden ihre Ergebnisse präsentieren und von ihren Projekt-Erfahrungen berichten.

Außerdem haben die Jugendlichen Schokolade selbst hergestellt. Diese steht zum Probieren bereit. (Anna Weyh Und Sabrina Liebsch)

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