Schlösser und Burgen

Ungewöhnliche Trauorte sind im Schwalm-Eder-Kreis im Trend

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Schwalm-Eder. Standesamtliche Hochzeiten an ungewöhnlichen Orten werden auch im Schwalm-Eder-Kreis immer beliebter.

Beispiel Felsberg: Dort fanden in diesem Jahr bislang 25 standesamtliche Trauungen statt, elf Weitere sind geplant. Von diesen insgesamt 36 Trauungen fanden und finden 16 im Rathaus statt, 20 an anderen Orten – etwa auf der Felsburg. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 haben 19 Paare im Rathaus und 23 Paare an anderen Trauorten geheiratet. Im Jahr 2016 waren es 24 Paare im Rathaus und 23 Paare außerhalb. „Die Paare legen zunehmend Wert darauf, dass die Eheschließung ein besonderes Ereignis ist – kein Verwaltungsakt, der in sieben Minuten erledigt ist“, erklärt Standesbeamtin Kerstin Sippel. Das hänge auch damit zusammen, dass viele Paare nicht mehr kirchlich heirateten und daher die standesamtliche Trauung mehr zelebrieren wollten.

Auch der Homberger Standesbeamte Ernst Kubisch bestätigt diesen Trend. „Die Mehrheit der Hochzeiten findet außerhalb des regulären Trauzimmers statt“, sagt er. Vor allem die Rosenhochzeiten auf dem Schlossberg seien sehr gefragt.

In Schwalmstadt gibt es nach Auskunft des Standesbeamten Martin Dörr gar kein Trauzimmer im Rathaus mehr: Dort können sich Paare wahlweise in der Hospitalskapelle oder im Museum der Schwalm trauen lassen.

Wer in Fritzlar einen ungewöhnlichen Ort zum Heiraten sucht, wählt die Garvensburg. „Dort finden zwei Drittel der Trauungen statt“, sagt Standesbeamtin Meike Lanz. In Morschen ist das Kloster Haydau der begehrteste Ort zum Heiraten. „Geschätzt finden dort 70 Prozent der Hochzeiten statt“, sagt Standesbeamtin Elke Schirmer.

Die meisten Hochzeitspaare kämen von außerhalb. Schirmer erinnert sich an ein Paar, das extra aus Großbritannien angereist war, um im Kloster Haydau zu heiraten.

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