Verletzten Feuerwehrleuten geht es wieder gut

Ursache für Dachstuhlbrand in Felsberg noch unklar

Felsberg. Bis zum Freitagabend um 21.15 Uhr waren die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten nach dem Dachstuhlbrand in der Felsberger Altstadt beschäftigt.

Probleme bereiteten versteckte Glutnester in dem östlichen Erker und unter den Dachziegeln. Erst als die Feuerwehrleute von den beiden Drehleitern aus weitere Ziegeln und Mauerteile entfernt hatten, gelang es auch die Brandstellen abzulöschen.

Bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Einer der Brandschützer war mit einer Kopfverletzung in die Klinik nach Fritzlar eingeliefert worden.

Er konnte schon am Freitagabend nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause. Auch der zweite Feuerwehrmann, der als Atemschutzgeräteträger eingesetzt war, und einen Kreislaufkollaps erlitten hatte, konnte im Lauf des Samstags die Klinik in Melsungen verlassen. Die im Innenangriff eingesetzten Atemschutzgeräteträger waren enorm hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Hitze war so hoch, dass sich sogar die Visiere an den Feuerwehrhelmen verformten und zu schmelzen begannen.

Zu enormen Behinderungen kam es während der Löscharbeiten für den Durchgangsverkehr in der Felsberger Innenstadt, denn die Untergasse musste komplett gesperrt werden. Besonders für die LKWs die aus Richtung Gensungen kamen, war es sehr problematisch in den engen Seitenstraßen zu wenden, und dann über Altenburg oder wieder zurück durch Gensungen zu fahren.

Weiterhin unklar ist die Ursache für den Ausbruch des Brandes in dem Fachwerkhaus. Die Ermittlungen der Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Homberg dauern noch an. Noch während die Löscharbeiten im Gange waren, hatte Einsatzleiter Markus Semmler einen Baufachberater des Technischen Hilfswerkes (THW) zu Einsatzstelle kommen lassen. Der THW-Mann stellte fest, dass keine Einsturzgefahr für das 1860 erbaute Fachwerkhaus bestand. Allerdings ist das Haus durch das Feuer unbewohnbar geworden.

Dachstuhl-Brand in Felsberg am Untertor

Nachdem die meisten Flammen gelöscht waren, konnten die Bewohner einen Teil ihrer Habe aus dem Haus retten. Um keine Passanten durch herabstürzende Ziegeln oder Bauteile zu gefährden, wurde in einigem Abstand von dem Gebäude ein Bauzaun, der vom Bauhof der Stadt Felsberg geholten worden war, aufgestellt. Stadtbrandinspektor Markus Semmler und auch Frank Nuhn vom Brandschutzaufsichtsdienst lobten das schnelle und engagierte Handeln der Einsatzkräfte.

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Rubriklistenbild: © Wenderoth

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