Ortstermin Melgershausen

Viel los im schicken DGH: Melgershäuser würden ihren Ort gern vergrößern

Erstrahlt in neuem Glanz: Ortsvorsteher Markus Steinbach steht im frisch renovierten Dorfgemeinschaftshaus in Melgershausen.
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Erstrahlt in neuem Glanz: Ortsvorsteher Markus Steinbach steht im frisch renovierten Dorfgemeinschaftshaus in Melgershausen.

Sie haben immer ein offenes Ohr für das, was die Menschen in ihrem Ort beschäftigt: die Ortsvorsteher. In unserer Serie stellen wir sie, ihren Ort und ihre Ziele in loser Folge vor.

Melgershausen – Wenn einer weiß, was in Melgershausen los ist, dann ist das Markus Steinbach. Bereits seit 15 Jahren ist er Ortsvorsteher von Melgershausen, und davor war er schon acht Jahre lang Mitglied im Ortsbeirat.

Momentan freut sich der 57-Jährige über die Entwicklung seines Felsberger Stadtteils, wie zum Beispiel über die Umgestaltung des ehemaligen Dorfgemeinschaftshauses.

Das DGH

Im Dorfgemeinschaftshaus entsteht momentan eine Sport- und Begegnungsstätte. „Das DGH wurde nur noch selten für Feierlichkeiten genutzt“, erklärt der Ortsvorsteher. Mit Physiotherapeutin Ina-Karla Reuß kann Melgershausen nun Reha-Sport, Pilates, Yoga und Sport für Kinder anbieten. „Die Kurse laufen schon“, sagt Reuß.

Das Haus ist bald fertig renoviert. „Ich möchte, dass sich die Kunden hier wohlfühlen“, so die Physiotherapeutin. Auch Steinbach freut sich sehr über das neue Angebot im Ort und sagt: „Es ist eine Bereicherung für ganz Felsberg.“

Das Neubaugebiet

Ein weiteres Thema in Melgershausen ist die Schaffung eines Neubaugebiets. Flächen seien da, die Anfrage sei hoch – aber wegen Felsbergs Teilnahme am IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) werden keine neuen Flächen zur Bebauung geschaffen. Es soll stattdessen an der Verdichtung des Ortskerns gearbeitet werden, aber: „Wir haben einen geringen Leerstand, und die Grundstücksinhaber der wenigen freien Flächen wollen nicht verkaufen“, sagt der Ortsvorsteher. Steinbach wisse von einigen jungen Leuten und Familien, dass sie gern in Melgershausen bleiben würden. „Aber leider finden sie keine Grundstücke.“ Die zentrale Lage und damit auch die gute Verkehrsanbindung seien wichtige Vorteile für Melgershausen und die gesamte Region.

Die Vereine

Die Gemeinschaft steht in dem 389-Einwohner-Dorf ganz weit oben. Durch die Corona-Pandemie habe die Vereinstätigkeit zwar abgenommen, trotzdem soll das Vereinsleben fortgeführt werden.

„Im Verein zur Heimat- und Brauchtumspflege, der immer unsere Kirmes organisiert, engagieren sich auch viele jüngere Leute“, sagt Steinbach.

Die einzelnen Vereine, wie zum Beispiel der Sozialverband VdK und der Sportverein aus Melgershausen, bilden außerdem zusammen eine Vereinsgemeinschaft, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Der Hof Icke

Auch der Hof Icke ist in dem Felsberger Stadtteil ein Treffpunkt für viele Melgershäuser – etwa bei dem alljährlichen Apfelfest, was vor der Corona-Pandemie immer groß gefeiert wurde.

Auch die Weideschweine, die auf dem Hof zu Hause sind, sorgen für Aufmerksamkeit, vor allem auch bei den Kindern im Dorf. Der Hofladen der Familie Icke wird momentan noch weiter ausgebaut.

Die Pferde

Auffällig in Melgershausen sind außerdem die großen Vierbeiner, die auf Wiesen mitten im Ort stehen. „Einige Einwohner haben hier Pferde oder Ponys“, sagt der Ortsvorsteher. „Mehrere Haushalte teilen sich die Weiden zentral im Ortsinneren.“ Von Auswärtigen wird Melgershausen deswegen auch liebevoll „das Hufeland“ genannt, wie Ina-Karla Reuß sagt. (Anna Weyh)

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