HNA-SCHWIMMBADTEST (3)

Viel Sicherheit, wenig Spaß: Unter Corona-Bedingungen in Felsberg

Desinfizieren regelmäßig die Flächen im Felsberger Ernst-Schaake-Bad: Uwe Heppe (Meister für Bäderbetriebe) und Stephan Belz (Fachangestellter für Bäderbetriebe).
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Desinfizieren regelmäßig die Flächen im Felsberger Ernst-Schaake-Bad: Uwe Heppe (Meister für Bäderbetriebe) und Stephan Belz (Fachangestellter für Bäderbetriebe).

Sommer, Sonne, Strand – das wird in Coronazeiten für viele Menschen nichts. Das kühle Nass genießen geht trotzdem – in einigen Bädern des Kreisteils Melsungen zum Beispiel. Wir haben sie getestet.

Felsberg – Die dritte Station unseres Schwimmbadtests unter Corona-Bedingungen legen wir im Ernst-Schaake-Bad in Felsberg ein. Unser Tester Philipp Lorenz ist abgetaucht.

Eingang/Ticketverkauf

Der Eingang und der Ausgang im Bad sind voneinander getrennt. Aktuell dürfen maximal 115 Personen gleichzeitig das Schwimmbad betreten. Damit ist das Ernst-Schaake-Bad das Kleinste der Testreihe. Derzeit wird jedoch geprüft, unter welchen Bedingungen wieder mehr Badegäste in das Bad gelassen werden können, heißt es von den Mitarbeitern. Am Eingang werden die Personalien der Besucher zur Infektionsrückverfolgung erfasst. Ebenfalls wird an der Kasse nach Erwerb der Eintrittskarte ein Silikonarmband ausgehändigt. Dieses ist beim Verlassen des Freibades wieder abzugeben. So wird die Anzahl der Besucher gezählt. Sind alle Armbänder ausgegeben, werden keine weiteren Besucher ins Bad gelassen.

Auch muss im Kassenbereich eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. In der Mittagszeit ist das Schwimmbad für eine Stunde geschlossen. In dieser Zeit wird eine komplette Desinfektion vorgenommen.

Umkleide und Duschen

Die Umkleiden im Freibad sind teilweise gesperrt. Jede zweite ist jedoch offen und kann einzeln benutzt werden. Die Warmduschen sind geschlossen, die Kaltduschen im Freibereich können benutzt werden. Die Toiletten des Schwimmbades sind geöffnet.

Liegen und Erholen

Geht man durch das Schwimmbad, fällt auf, dass die Betreiber nicht an Flatterband gespart haben. Viele Bänke sind derart abgesperrt worden, dass nur eine Person sitzen kann. An Engstellen hängen Hinweisschilder, die auf den Mindestabstand aufmerksam machen. Mit Pfeilen und Flatterband ist der Weg ins Bad vorgeschrieben. Auf der Liegewiese jedoch ist es den Besuchern freigestellt, sich einen Platz zu suchen. Dabei spenden Bäume und Sträucher auf der Wiese Schatten. Es gilt überall, einen Abstand von 1,50 Metern zum Nachbarn einzuhalten. Je nach Betrieb werden halbstündlich oder stündlich alle relevanten Flächen von den Mitarbeitern des Schwimmbades desinfiziert.

Schwimmen

Zum Schwimmbecken gelangt man über die Treppenstufen von der Liegewiese oder dem Eingangsbereich aus. Die Laufrichtung ist vorgeschrieben, um den Kontakt zwischen den Besuchern zu vermeiden. Im Schwimmerbecken dürfen sich maximal 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Mit Leinen wurde das Becken in drei Zonen eingeteilt. Pfeile schreiben in diesen Zonen die Schwimmrichtung vor, sodass Schwimmer im Kreisverkehr ihre Bahnen durchs Wasser ziehen können.

Die Rutsche ist geschlossen, einen Sprungturm gibt es nicht. Das Kinderbecken ist geöffnet. Ein Schild macht Eltern darauf aufmerksam, dass sie darauf achten sollen, dass die Kinder den Mindestabstand einhalten.

Außerhalb des Beckens

Für die Jüngsten gibt es einen Spielplatz. Der Imbiss ist aktuell nicht geöffnet. Ein neuer Pächter wird diesen aber in den kommenden Wochen eröffnen und die Badegäste mit Snacks und Getränken versorgen.

Fazit

Im Ernst-Schaake-Bad in Felsberg hat man sich Gedanken gemacht. Die zahlreichen Schilder und Absperrungen sowie das Konzept mit den Armbändern zur Kontrolle der Personenanzahl sind wirksame und effektive Mittel zur Infektionsbekämpfung. Man kann sich auf jeden Fall sicher fühlen.

Da jedoch die Rutsche gesperrt und kein Sprungturm vorhanden ist, eignet sich das Bad eher für Besucher, denen es reicht, ihre Bahnen durchs Wasser zu ziehen. Das Bad an sich ist sehr gepflegt und sauber und lädt zur so zur Abkühlung vom Alltag ein. Mehr ist aber aktuell nicht drin. Möglicherweise kann aber die Rutsche in den kommenden Wochen geöffnet werden. Die Absprachen dazu laufen bereits, heißt es aus dem Bad.

Für das gute Sicherheitskonzept, aber den geringen Spaßfaktor gibt es für das Ernst-Schaake-Bad nur drei von fünf möglichen Badeenten.

Von Philipp Lorenz

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