Neuer Jahrgang vom Böddiger Berg

Ein Jahrhundertwein: Neuer Jahrgang vom Böddiger Berg bald erhältlich

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Weinlese am Böddiger Berg (Bild aus dem Herbst): Dieses Jahr kommt ein besonderer Wein. 

Gute Nachricht für alle, die den fruchtigen Tropfen vom nördlichsten Weinberg Hessens lieben: Der neue Jahrgang vom Böddiger Berg ist ab Ende April/Anfang Mai erhältlich.

Er schmeckt nach der Rekordernte vom Vorjahr hervorragend. Das war das einhellige Urteil während der Präsentation durch den Vorstand des Fördervereins Böddiger Berg im Burghotel Heiligenberg.

Nach der „besten Ernte aller Zeiten“ gibt es diesmal knapp 10 000 Flaschen. „Dieser Wein hat eine exzellente Qualität”, sagte Altbürgermeister Klaus Stiegel, Vorsitzender des Fördervereins Böddiger Berg seit der Gründung 1992 im HNA-Gespräch.

Der Verein bewirtschaftet die 1,3 Hektar große Fläche mit 4500 Weinstöcken – 55 Prozent Ehrenfelser und 45 Prozent Riesling. 1600 Weinstöcke hat der Förderverein in den vergangenen Jahren in Eigenregie nachgepflanzt.

Elf Tonnen waren im Herbst geerntet worden – so viel wie noch nie. Und auch das ist Rekord: 92 Grad Oechsle – die Maßeinheit für das Mostgewicht des Traubenmostes – wurden voriges Jahr erreicht. „Es ist die höchste Fruchtsüße aller Zeiten”, freut sich Stiegel: „Der neue Wein ist voll fruchtig, hat einen abgerundeten Geschmack – typisch Böddiger Berg.” Nach Angaben Stiegels kann die Flasche auch künftig für acht Euro verkauft werden. Im Handel ist der Wein demnächst an der Tankstelle Rietschle in Felsberg und bei Edeka-Pollmer in Wabern erhältlich.

Als Stiegel den neuen Wein im Staatsweingut Kloster Eberbach probierte, dachte er, „ich würde eine Auslese oder Spätlese vom Hessischen Staatsweingut trinken”. Der Böddiger Berg, freut er sich, habe eine so gute Qualität, „dass er sich vor keinem Wein aus dem Rheingau zu verstecken braucht”.

Alle Jahre wieder sind Ernte und Qualität der Trauben von der Natur abhängig. War es vorigen Herbst nach einem heißen und trockenen Sommer die beste Ernte aller Zeiten, so waren es im Jahr davor gerade mal 2,5 Tonnen. Das gab nur 1850 Flaschen. Und dieser Jahrgang war im Handel gar nicht erhältlich. Auch in so manchem Jahr davor saßen die Liebhaber des Böddiger Bergs auf dem „Trockenen”. Die bisherige Rekordernte hatte 2015 bei zehn Tonnen gelegen. 2014 waren es nur 1,8 Tonnen. 2013 dagegen waren 9,4 Tonnen eingefahren worden, und 2002 waren es auch schon mal knapp 10 000 Flaschen gewesen.

Freuen sich über den neuen Wein vom Böddiger Berg und stießen im Burghotel Heiligenberg an: Von links Inge Fleischhut-Wolf vom Förderverein, Stadtrat Karl-Heinz Gräser, Landrat Winfried Becker, Weinkönigin Karina Hilgenberg, Fördervereins-Vorsitzender Klaus Stiegel und Hüttenwart Horst Rietschle. Fotos: Manfred Schaake

6000 bis 8000 Flaschen braucht man nach Angaben Stiegels, um die Nachfrage zu erfüllen. „Die Nachfrage nach dem neuen Wein ist schon seit Wochen riesig”, sagt Horst Rietschle, der im Förderverein die bei Wanderern und Gruppen sehr beliebte Schutzhütte am Weinberg betreut. Der neue Jahrgang, betont Stiegel, sei die beste Werbung für die Dreiburgenstadt mit ihrem Weinberg: „Der neue Wein hat etwas ganz Apartes, beim Abgang schmeckt man die leichten Säuren, und allein schon von der Blume hat man einen wunderschönen Einstieg in den neuen Wein. Origineller kann ein Böddiger Berg nicht sein.”

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