Lastwagen fahren weiter durch Stadt

Neue Umgehungsstraße in Felsberg: Anwohner ärgern sich über fehlende Schilder

Auch nach der Eröffnung der neuen Umgehungsstraße ein Problem in Felsberg: Der Schwerverkehr rollt durch die Altstadt und die Niedervorschützer Straße. Die ist jetzt im Eigentum der Stadt Felsberg und sollte durch die Umgehung verkehrsberuhigt werden. Noch immer fehlen die entsprechenden Schilder der Stadt.
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Auch nach der Eröffnung der neuen Umgehungsstraße ein Problem in Felsberg: Der Schwerverkehr rollt durch die Altstadt und die Niedervorschützer Straße. Die ist jetzt im Eigentum der Stadt Felsberg und sollte durch die Umgehung verkehrsberuhigt werden. Noch immer fehlen die entsprechenden Schilder der Stadt.

Bewohner der Felsberger Altstadt sind zunehmend verärgert. Sie fordern von der Stadt endlich das Aufstellen der notwendigen Schilder, damit der Schwerlast- und Durchgangsverkehr nicht mehr durch die Innenstadt, sondern über die neue Umgehungsstraße rollt.

Felsberg - Fast drei Monate nach der Eröffnung der Umgebung fehlen noch immer die Schilder, die Lastwagen die Fahrt durch die Altstadt und die Niedervorschützer Straße verbieten.Die ehemalige Landesstraße – Untertor, Untergasse, Obertor und Niedervorschützer Straße – sind am 20. November in das Eigentum der Stadt übergegangen. Und die ist jetzt auch für die sogenannten „verkehrslenkenden Maßnahmen” zuständig. Darauf wiesen gegenüber der HNA die Straßenverkehrsverwaltung Hessen Mobil sowie der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses der Stadtverordnetenversammlung, Hartmut Wagner, hin.

Wagner hatte Bürgermeister Volker Steinmetz bereits vor der Straßeneröffnung auf die notwendige Beschilderung hingewiesen. „Ich bin bitter enttäuscht, dass ich seit November keine Antwort bekomme“, sagte Wagner gegenüber der HNA. Und: „Der Bürgermeister als örtliche Polizeibehörde muss das Aufstellen der erforderlichen Schilder veranlassen.“

Wie Hessen Mobil auf HNA-Nachfrage mitteilte, sei in dessen Bereich der noch fehlende Hinweis auf die Umgehung am Sparkassenkreisel Richtung Lohre/Niedervorschütz bestellt. Das Hauptproblem: Es sind weiterhin viele Lastwagen in der Innenstadt – auch, weil sie das Navi so lotst.

„Ich bin sehr enttäuscht“, sagt Cornelia Wienforth, die in der ehemaligen Oberförsterei am Obertor wohnt, im HNA-Gespräch. „Es werden wieder mehr Laster.“ Sei wegen eines Unfalls oder Staus die A 7 gesperrt, sei es ganz schlimm in der Felsberger Altstadt. Ihr unter Denkmalschutz stehendes Haus habe schwere Schäden, die sie jetzt in Abstimmung mit der Denkmalpflege von einem Spezialunternehmen beseitigen lasse. „Niemand versteht, dass eine aufwendige Umgehung gebaut wird und die entsprechenden Schilder nicht stehen.“

Auch ein Obertor-Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, ist sauer: „Die Anwohner der Altstadt und der Niedervorschützer Straße fühlen sich verkaspert.“ Da werde für Millionen eine Umgehung gebaut, und dann bleibe die Entlastung aus.

Hartmut Wagner, Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses, hat nach eigenen Angaben die ordentliche Beschilderung bei der Stadt mehrfach angemahnt. Dass nichts passiere, sei bitter. Der Bürgermeister verweise auf eine Verkehrsschau und Verkehrszählungen. „Das alles brauchen wir nicht“, sagt Wagner. Die Stadt habe sich bei der Übernahme der ehemaligen Landessstraße zu den „verkehrslenkenden Maßnahmen“ verpflichtet, erfülle dies aber nicht. Das habe mit Corona nichts zu tun, sagt Wagner.

Auf Nachfrage habe der Bürgermeister erklärt, er habe die schriftlichen Anfragen und Bitten dem Magistrat vorgelegt. Wagner sagt, er ärgere sich, dass die vom Magistrat beschlossene künftige Verkehrsregelung für die Straße Zum Haintor noch nicht ausgeschildert sei. Im Gegensatz zur Empfehlung des Ortsbeirates soll die Straße von den Märkten kommend in Richtung Schulstraße Einbahnstraße werden. (Manfred Schaake)

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