Große Nachfrage

Wunsch nach neuem Baugebiet: Ortsbeirat und SPD fordern Erschließung am Ortsrand von Gensungen

Tolle Lage mit Blick auf den Heiligenberg: Diese Fläche an der Langenwaldstraße in Gensungen wäre aus Sicht von Ortsvorsteherin Heidi Folwerk und Kai-Uve Hanitsch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, ideal für ein neues Baugebiet in dem Felsberger Stadtteil.
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Tolle Lage mit Blick auf den Heiligenberg: Diese Fläche an der Langenwaldstraße in Gensungen wäre aus Sicht von Ortsvorsteherin Heidi Folwerk und Kai-Uve Hanitsch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, ideal für ein neues Baugebiet in dem Felsberger Stadtteil.

Wohnen mit Blick auf den Heiligenberg: Ginge es nach dem Ortsbeirat und dem SPD-Ortsverein Gensungen, dann würde bald ein neues Baugebiet an der Langenwaldstraße am Rand des Felsberger Stadtteils entstehen. Doch ob dieser Wunsch erfüllt wird, ist derzeit noch unklar.

Gensungen - Die Nachfrage nach Bauplätzen in Gensungen sei groß, erzählt Ortsvorsteherin Heidi Folwerk. „Eine junge Familie hat mir kürzlich erzählt, dass sie sich bewusst für Gensungen entschieden habe. Denn hier passiert etwas.“ In dem Felsberger Stadtteil gebe es alles, was man brauche: Kindergarten, Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten, Bahnhof. Und einen Vdsl-Anschluss, ergänzt Kai-Uve Hanitsch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. „Als größter Stadtteil Felsbergs mit dieser guten Infrastruktur wollen wir Bauplätze anbieten können“, sagt er.

Das Angebot

Doch freies Bauland gibt es in Gensungen derzeit nicht. Die 80 Bauplätze im zuletzt erschlossenen Neubaugebiet Beuernsche Höhle sind alle vergeben. „Mehr als 40 Interessenten mussten abgewiesen werden“, sagt Folwerk. Der Gensunger Ortsbeirat sei der Motor gewesen, der bewirkt habe, dass das Baugebiet Beuernsche Höhle erschlossen wurde. „Ich habe gleich gesagt, dass ein Baugebiet in Gensungen nicht ausreichen wird“, erzählt Folwerk.

Auch Leerstand kenne man in Gensungen nicht, sagen Hanitsch und Folwerk auf Nachfrage. „Sobald ein Haus frei wird, ist es schon wieder verkauft“, berichten sie.

Die Fläche

Etwa zwei Hektar groß ist die freie Ackerfläche, die zwischen Langenwaldstraße, Friedenstraße und Heiligenbergallee liegt. „20 Bauplätze könnte man da auf jeden Fall schaffen“, sagt Kai-Uve Hanitsch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gensungen. Nicht nur wegen des Blicks auf den Heiligenberg sei dieser Standort attraktiv, sagt Heidi Folwerk: Wichtige Punkte wie Kindergarten und Bahnhof seien von dort aus problemlos zu Fuß erreichbar.

Die Fläche an der Langenwaldstraße sei bereits als mögliches Bauland ausgewiesen, erklärt die Ortsvorsteherin. Allerdings sei die Stadt bislang nicht Eigentümerin des Areals. „Uns ist daran gelegen, dass die Stadt das weiterentwickelt“, sagt Folwerk.

Es gebe zwar noch eine weitere Fläche in Gensungen, die als potenzielles Baugebiet infrage käme – am Ortsausgang Richtung Domäne Mittelhof. Aber wegen der extremen Hanglage dort sei eine Vermarktung von Bauplätzen an dieser Stelle sicher schwieriger.

Das Problem

Die Ortsvorsteherin fürchtet, dass die Ausweisung eines neuen Baugebiets in Gensungen schwierig werden könnte – wegen des geltenden Grundsatzes Innen- vor Außenentwicklung. Heißt: Nach Möglichkeit sollen erst innerhalb der bestehenden Bebauung Baulücken geschlossen werden, bevor neue Baugebiete ausgewiesen werden. „Es geht nicht um Wachsen um jeden Preis“, stellt Folwerk deshalb klar. (Judith Feaux de Lacroix)

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