Verspätungen im Regionalverkehr

Zugfenster zersplitterten zwischen Kassel und Wabern: Sechs Verletzte

Gensungen. Während am Donnerstagmorgen zwei Züge auf der Strecke zwischen Kassel und Wabern aneinander vorbeigefahren sind, wurden mehrere Fenster zerstört. Sechs Menschen wurden dadurch verletzt.

Aktualisiert um 18.52 Uhr: Am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr fuhren ein IC von Kassel in Richtung Süden und eine Kurhessenbahn (KHB) von Wabern in Richtung Norden auf der Höhe Gensungen aneinander vorbei. Währenddessen zerbarsten laut Bundespolizei mehrere Fenster an der KHB und acht Scheiben an dem IC. 

In der Kurhessenbahn wurden dabei fünf Passagiere leicht verletzt: zwei Kinder, zwei 17-jährige Jugendliche sowie eine 19-jährige Frau. Zwei der Verletzten wurden in die Melsunger Klinik gebracht. Eine 30-jährige Frau, die im IC am Fenster saß, erlitt Verletzungen an den Augen und wurde in eine Augenklinik transportiert. 

Die Bundespolizei vermutet, dass die Ursache des Unglücks eine Motorraumabdeckung an der Außenseite der Kurhessenbahn war: Die Klappe könnte sich geöffnet haben und abgerissen sein, sodass sie mehrere Fenster während der Fahrt zerschlug.

Die Zugstrecke Kassel-Treysa war zwischen 7.30 Uhr und 10.13 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Es kam zu vielen Versprätungen im Regionalverkehr.

Die Züge werden in Wabern und Guntershausen durch Experten der Bundespolizei untersucht. Es gebe aber keinerlei Hinweise auf eine Manipulation, sagt Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel. Die Ursache sei wahrscheinlich ein Materialdefekt. Der Schaden belaufe sich auf mindestens 100.000 Euro, so Arend. Im Einsatz waren Rettungsdienste aus dem Landkreis, das Notfallmanagement der Bahn und die Bundespolizei.

Diese Zugstrecke war betroffen:

In diesem Bereich ereignete sich das Unglück:

Zugunglück zwischen Gensungen und Wabern: Sechs Verletzte

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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