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Zwischenlösung für die Kinderbetreuung in Felsberg: Wohnungen statt Container

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Auf dem alten Bolzplatz neben der Drei-Burgen-Schule soll die neue Kita gebaut werden.
Auf dem alten Bolzplatz neben der Drei-Burgen-Schule soll die neue Kita gebaut werden. © Manfred Schaake

Wegen der Verzögerung im Kita-Neubau sucht die Stadt Felsberg nun Räume für die Kinderbetreuung. Dafür sollen Privatwohnung angemietet werden.

Felsberg – Mit dem Kita-Neubau in Felsberg geht es weiter schleppend voran. Bürgermeister Steinmetz sprach in einer Ausschusssitzung am Donnerstag von einer „Realisierung im Jahr 2025“. Doch der Bedarf an Betreuungsplätzen wird nicht weniger.

Deshalb hat sich der Magistrat der Stadt auf Antrag der Grünen erneut mit möglichen Zwischenlösungen für die Unterbringung der Kinder auseinandergesetzt. An einer jüngst von Steinmetz vorgetragenen Zwischenlösung – Container auf dem Gensunger Sportplatz – äußerte Ralf Dötig (Grüne) deutliche Kritik: „Wie kann es sein, das Experten sagen, dass es Kanalanschlüsse und ebene Flächen braucht und dann von einem Fußballplatz die Rede ist?“

Steinmetz sagte dazu, dass lieber alle Möglichkeiten genannt werden sollten, als sie zu verschweigen. Die Container-Idee werde jedoch wegen der geäußerten Kritik nicht weiter verfolgt.

Kinderbetreuung: Stadt Felsberg wird zum Handeln aufgefordert

Die nun angestrebte Lösung: private Wohnungen. Möglichst im Erdgeschoss und mit Garten, wie Steinmetz erläutert. „Wir können aber nicht jede nehmen. Die Wohnungen müssen umbaubar sein, damit die Auflagen für die Kinderbetreuung eingehalten werden können.“ Außerdem sollen im gleichen Zug städtische Liegenschaften für die temporäre Betreuung der Kinder in Frage kommen.

Deshalb soll Steinmetz möglichst zeitnah mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Jürgen Kaufmann ins Gespräch gehen. Steinmetz nannte das DGH Hesserode, die Turnhalle Gensungen und das DGH Niedervorschütz als Möglichkeiten. Er wisse aber um die zum Teil weiteren Fahrtwege für Eltern. Der erste Schritt für Steinmetz und den Magistrat sei aber das Anmieten der Wohnungen.

Damit solle vor allem der Bedarf für Kinder im Alter von unter drei Jahren gedeckt werden. Dirk Becker (SPD) sagte dazu, dass die Betonung nun auf „machen“ und nicht auf „prüfen“ liege. Es sei nun genug vom Magistrat besprochen worden. Wenn der Magistrat nun erneut die möglichen Optionen prüfe, haben die wartenden Eltern im September noch immer keine Betreuung für ihre Kinder.

Kita in Felsberg: Frieda-Kerl-Haus wird kein Standort werden

Klaus Löffelmann von der ULF-Fraktion zeigte sich wenig begeistert von den präsentierten Vorschlägen. Ihm sei das alles zu unklar. Klar ist nun aber, dass das Frieda-Kerl-Haus nicht weiter als möglicher Standort für den Neubau in Frage kommt. Das ergab eine Abstimmung im Sozialausschuss. Der Bau auf dem alten Bolzplatz neben der Drei-Burgen-Schule wird somit konkreter.

Als Übergangslösung zieht die Stadt das Frieda-Kerl-Haus ebenfalls nicht in Betracht. Da der Auftrag an den Magistrat nur städtische Liegenschaften betrifft, kommt das Gebäude, das noch in der Hand von der evangelischen Kirche ist, nicht in Frage, sagt Steinmetz. (William Abu El-Qumssan)

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