Melsungen

Rumblödeln führt zu Feuerwehr-Einsatz: Teenager in Einkaufswagen eingeklemmt

Feuerwehr befreit Kind aus Einkaufswagen
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Ein Teenager musste in Melsungen aus einem Einkaufswagen befreit werden. 

Kindische Spielerei und Unachtsamkeit brachte eine Schülerin in Melsungen in eine missliche Lage. Nur die Feuerwehr konnte ein Mädchen aus ihrer Gefangenschaft befreien.

Melsungen - Kurz nach 21 Uhr kam ein ungewöhnlicher Hilferuf bei der Feuerwehr Melsungen an. Der Einsatz sollte selbst für altgediente Feuerwehrleute, die schon seit Jahrzehnten bei fast allen Einsätzen dabei sind, ein Novum darstellen. Der Rettungsdienst hatte die Feuerwehr zur Unterstützung gerufen. Die Retter waren auf der Freundschaftsinsel. Hier war ein 14-jähriges Mädchen in Not.

Die Schülerin hatte zusammen mit zwei Freunden auf dem Sportgelände einen herrenlosen Einkaufswagen entdeckt. Die drei jungen Leute kamen auf die Idee, dass sich die Schülerin in den Wagen setzen sollte. Sie wollten damit nach Hause fahren. Dabei hielt sie sich mit den Fingern im Bodengitter fest. Doch als das Mädchen aus dem Wagen klettern wollte, hatten sich drei Finger in dem Gitter verklemmt. Die junge Dame war im Wagen gefangen.

Um das Mädchen zu befreien, musste die Feuerwehr ein großes Stück aus dem Einkaufswagen herausschneiden. 

Vermutlich auch durch Stress und Angst, schwollen die Finger immer mehr an. Die Freunde konnten sie auch nicht befreien und riefen den Rettungsdienst. Doch auch die Sanitäter konnten das Mädchen nicht aus seiner Notlage erlösen. Hier konnten nur die Feuerwehr mit entsprechendem Werkzeug helfen.

Nachdem die Feuerwehr-Einsatzkräfte ein Seitenteil des Einkaufswagens mit einem Bolzenschneider entfernt worden war, konnte ein Teil des Gitters rund um die drei Finger entfernt werden. Dann war es möglich, dass die restlichen Gitterstäbe die direkt die Finger einklemmten mit dem Bolzenschneider entfernt wurden. Die ganzen Arbeiten wurden äußerst vorsichtig und ohne Erschütterungen ausgeführt, um dem Mädchen weitere Schmerzen zu ersparen.

Feuerwehrmann Benedikt Gieße arbeitete dabei mit äußerster Präzision und Millimetergenau, um die Schülerin nicht mit dem Werkzeug noch zusätzlich zu verletzen. Während der gesamten Rettung, die fast eine Stunde dauerte, wurde die Schülerin vom Notarzt und einem Rettungsteam betreut. Nachdem die Finger wieder frei waren, wurde die 14-Jährige zum Röntgen der Hand in die Asklepios-Klinik nach Melsungen gebracht.

Für die Feuerwehrleute ein Einsatz, den sie bisher in dieser Form noch nicht erlebt hatten. Was sagte ein erfahrener Feuerwehrmann nach der Rettung und dem Abtransport der Schülerin: „Bei der Feuerwehr erlebt man immer wieder etwas Neues, kein Einsatz ist wie der Andere. Bei der Anfahrt zur Einsatzstelle wissen wir nie genau, was uns dort erwartet“. Helmut Wenderoth

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