Frau erleidet Rauchvergiftung bei Schornsteinbrand

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Neuenbrunslar. Eine 57-jährige Frau atmete am Sonntag bei einem Schornsteinbrand in ihrem Fachwerkhaus in der Wolfershäuser Straße im Felsberger Stadtteil Neuenbrunslar giftige Rauchgase ein.

Die Hausbewohnerin wurde noch an der Einsatzstelle von Sanitätern des DRK Felsberg, das mit fünf Helfern vor Ort war, erstversorgt und dann vom Rettungsdienst vorsorglich in die Asklepios-Klinik nach Melsungen gebracht.

Die Familie hatte um 16.35 Uhr beim Geburtstagskaffee des Sohnes zusammengesessen, als Nachbarn aufgeregt klingelten und mitteilten, dass dicke Rauchwolken und Funken aus dem Schornstein stiegen. Im gleichen Moment begannen die Rauchmelder im gesamten Haus zu pfeifen. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich der Rauch in allen Räumen des von insgesamt sieben Personen bewohnten Hauses verteilt.

Die 57-Jährige holte noch schnell die Katzen aus dem obersten Stockwerk. Dabei atmete sie vermutlich die giftigen Gase ein. Sekunden später heulten auch schon die Sirenen in Brunslar, Felsberg und Wolfershausen.

Insgesamt kamen 34 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Markus Semmler an die Einsatzstelle. Mit der Wärmebildkamera wurde nach Glutnestern gesucht.

Der Schornsteinfeger löschte anschließend unter der Aufsicht der Feuerwehr die brennende Glut in dem Schornstein mit einem Feuerlöscher ab. Die glühenden Rußteile wurden von den Feuerwehrleuten vor dem Haus abgelöscht. Der Einsatz für die Feuerwehren war kurz nach 18 Uhr beendet.

Der Sohn des Hausbesitzers war froh, dass dieser Brand, ausgerechnet an seinem Geburtstag, so glimpflich abgegangen war. Er sagte: „Ich bin froh, dass ich im vorigen Jahr die neue Rauchmelderanlage installiert habe. So lösten die Rauchwarnmelder im gesamten Haus Alarm aus, und vor allem meine Frau mit unserem Kleinkind konnte rechtzeitig das Haus verlassen.“.

Schornsteinfegermeister Thomas Fuchs vermutet, dass es bei dieser Witterung noch zu weiteren Schornsteinbränden kommen kann. Er erklärte den Feuerwehrleuten, dass bei den kalten Nächten die Heizungen aufgeheizt werden, am Tag wird es warm, dann gehen die Heizanlagen mit ihrer Leistung herunter und es entsteht in den nicht mehr richtig verbrennenden Öfen Kohlenstoff - der Ruß setzt sich an den Wänden an. Dann kann schon ein Funke genügen, um den Schornstein in Brand zu setzen. (zot)

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