Laute Güterzüge

Grebenauer fürchten Lärm: Bahn fällte Bäume unterhalb vom Bahndamm

Freier Blick auf die Regiotram: Seit einer Baumfällaktion unterhalb vom Bahndamm können die Grebenauer auf den Bahndamm schauen und müssen mehr Lärm verkraften. Unser Bild zeigt Ortsvorsteher Klaus Döring. Rechts die neue Fuldabrücke. Foto: Grugel

Grebenau. Bis Dezember ist die B 83 zwischen Guxhagen und Körle gesperrt. Hessen Mobil legt die Straße höher, um sie an die neue Brücke anbinden zu können. An der Baustelle ist nun die Deutsche Bahn aktiv geworden. Sie hat im Hang unterhalb vom Bahndamm Bäume gefällt - zum Leidwesen vieler Grebenauer.

Denn die Anwohner haben ohne die Bäume mehr Lärm zu verkraften, berichtete am Mittwoch Ortsvorsteher Klaus Döring. Mehrfach habe der Ortsbeirat in der Vergangenheit erfolglos Lärmschutz zum Bahndamm hin gefordert. Nun müsse man noch auf die Bäume als Wall gegen die lauten Güterzüge verzichten.

Die DB Netz AG ist als Anlieger der B 83 für die Verkehrssicherheit auf der Straße mitverantwortlich, erklärte dazu die Deutsche Bahn am Mittwoch zur Fällaktion. Bei Inspektionen im Vegetationsbestand seien in den vergangenen zwei Jahren Schäden an mehreren Bäumen festgestellt worden. Deshalb habe man für den Bereich bereits eine Durchforstung eingeplant gehabt. Die Straßensperrung habe man nun zum Anlass für Fällarbeiten in einem Abschnitt gegenüber der Fuldabrücke genommen. Einzelne Bäume würden entfernt und auf diese Weise verbleibende Bäume frei gestellt. Damit wolle man erreichen, dass die verbleibenden Bäume wieder ihre Krone ausbreiten könnten. Zusätzlich könne vorhandener Jungaufwuchs besser wachsen und in kurzer Zeit den Hang wieder begrünen. Ein kompletter Rückschnitt sei nicht geplant, hieß es.

Eleonore Döring ist die Baumfällaktion unverständlich. Sie wohnt seit 30 Jahren in Grebenau an der Fulda. Verkehrssicherheit als Grund für die Baumfällaktion kommt für sie nicht infrage. Noch nie sei in den vergangenen Jahrzehnten ein Baum auf die Straße gefallen, berichtet sie. (lgr)

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