Anwohner des Klosterblicks auf Guxhagen warten auf ihre Haltestelle

Diesen Weg will Sabrina Schilder nicht gehen: Über die Baustelle fürs Fitnessstudio geht’s zur nächsten Bushaltestelle am Kloster Breitenau. Foto: Carolin Hartung

Guxhagen. Eigentlich hat Sabrina Schilder (39) immer gern am Klosterblick in Guxhagen gewohnt. Wie der Name schon sagt, hat man dort einen wunderbaren Blick auf das Kloster Breitenau.

Und bis vor zwei Jahren konnten die beiden Kinder nur wenige Meter von der Haustür entfernt in den Bus Richtung Gesamt- und Grundschule einsteigen. Doch mit dem Bau des Fitnessstudios Blu wurde die Haltestelle am Klosterblick entfernt, berichtet Sabrina Schilder. Die nächste befindet sich auf der anderen Seite der B 83 gegenüber der Gaststätte Zur Breitenau. „Wir ärgern uns jetzt seit über zwei Jahren mit der Gemeinde wegen dieser Bushaltestelle herum“, sagt die Mutter.

Ihre beiden Kinder Jan (10) und Alea (7) fährt sie jeden Morgen mit dem Auto zum Bahnhof und zur Grundschule. „Ich habe einfach kein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass meine Kinder erst über die Baustelle und dann über die Bundesstraße laufen müssen“, sagt die Mutter. „Fußgängerfreundlich, insbesondere für Kinder, ist der Klosterblick zurzeit nicht.“ Dabei wohnen am Klosterblick zahlreiche Kinder, sagt die Mutter.

Um bis zur Bundesstraße zu kommen – diese hat Fußgängerüberweg mit Ampel – müssen die Anwohner schon monatelang über die Kita-Baustelle oder die Baustelle auf dem Blu-Außengelände gehen, weil es keinen Gehweg gibt. „Aber das ist unzumutbar. Wenn es geregnet hat, und man über die Baustelle stapft, sieht man danach aus wie Sau. Dann nimmt der Busfahrer die Kinder sicherlich nicht mehr mit.“ An der vielbefahrenen Landstraße, die Ellenberg und Guxhagen verbindet und direkt am Klosterblick vorbeiführt, könne man keinesfalls langgehen, das sei viel zu gefährlich. „Es gibt an der Straße ja gar keinen Weg und die Autos fahren alle viel schneller als erlaubt. Ich verstehe nicht, warum vor dem Ortseingang kein Tempo-70-Schild steht.“

Der Ärger um die Bushaltestelle soll aber in absehbarer Zeit endlich ein Ende haben, erklärt Hauptamtsleiter Frank Jacob. Derzeit wird nämlich die Verbindungsstraße zwischen Fuldaberg und Klosterblick ausgebaut. Und zwar so, dass die Bushaltestelle vor der Kita eingerichtet werden kann. Die Straße sei extra den Radien der Busse angepasst worden. Am 12. Dezember soll die Straße asphaltiert werden. Jacob rechnet damit, dass die Haltestelle noch vor Weihnachten eingerichtet wird und von den Bussen angefahren werden kann. Sabrina Schilder will das erst glauben, wenn sie die Haltestelle mit eigenen Augen sieht. „Schon Ende der Sommerferien dieses Jahres sollte alles fertig sein, dann hieß es November und jetzt ist schon Dezember.“

Die Umstände für die Anwohner seien durch die Baustellen fürs Fitnessstudio und die Kita bedingt gewesen, sagt Jacob. „Beides waren große, langwierige Geschichten.“ Er versichert: „Vor Weihnachten wird alles erledigt.“

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