Bahnhof-Sanierung Guxhagen: Weniger Fördergeld

Guxhagen. Die Sanierung des Guxhagener Bahnhofsgebäudes steht weiter auf der Kippe. Nun müsste die Gemeinde für eine Sanierung wohl noch tiefer in die Tasche greifen.

Guxhagen hatte im vergangenen Jahr einen Antrag auf Förderung bei Hessen Mobil gestellt, um bei einer möglichen Sanierung Geld aus dem Topf des Gemeindeverkehrsfinanzierungskonzepts (GVFG) zu bekommen. Statt den geschätzten knapp 700.000 Euro, würde die Förderung voraussichtlich deutlich geringer ausfallen - 150.000 Euro mehr soll die Gemeinde selbst tragen. Auf 1,55 Millionen Euro sollen sich die Gesamtkosten für eine Sanierung belaufen.

Bürgermeister Edgar Slawik befürchtet nun, dass der höhere Eigenanteil die Stimmen gegen eine Sanierung lauter werden lassen könnte. Die Kosten für einen Abriss würden sich auf rund 70.000 Euro belaufen. Und dabei sah das bei Hessen Mobil eingereichte Konzept vor, das Gebäude auch als kulturelle Begegnungsstätte zu nutzen, um die Belebung des Bahnhofs sicherzustellen. Um mehr Förderung zu erhalten, müsse das Konzept nochmal komplett überarbeitet werden.

Schuld an dem höheren Eigenanteil der Gemeinde sind neue Förderbedingungen. Das Gebäude ist nun nur noch in Bereichen zu 100 Prozent förderfähig, die gezielt für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) genutzt werden würden, erklärt Bürgermeister Slawik. Ärgerlich: Die neuen Bedingungen gelten seit 30. Mai 2016, das war auch Abgabetermin für den Förderantrag. „Bisher war die Gebäudehülle zu 100 Prozent förderfähig“, sagt Slawik. Für die Fahrgäste spiele doch die Erscheinung des gesamten Gebäudes eine Rolle. „Das ist doch kontraproduktiv.“

Laut Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus spiele das Erscheinungsbild für den ÖPNV-Nutzer durchaus eine Rolle. Vor dem Hintergrund begrenzten Fördergeldes richte sich der Fokus jedoch auf die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.

Rubriklistenbild: © dpa

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