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Stromausfall in Guxhagen: 3.100 Menschen stundenlang ohne Strom

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Von: Damai Dewert

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Guxhagen: Stromausfall durch Baggerarbeiten Trafo
Guxhagen: Stromausfall durch Baggerarbeiten am Trafo © Helmut Wenderoth

Blackout in Guxhagen: Ein defektes Kabel sorgte dafür, dass bis zum Mittag in Guxhagen mehr als 3000 Einwohner ohne Strom waren. Das bestätigt der Energieversorger EAM.

Guxhagen – Durch einen technischen Defekt an einem Mittelspannungskabel kam es am Freitag um 9.08 Uhr zu einer Unterbrechung der Stromversorgung in Guxhagen, teilt die EAM mit. Von der Versorgungsunterbrechung waren zunächst rund 3.100 Einwohner betroffen. Mitarbeiter der EAM Netz konnten durch eingeleitete Umschaltungen im Stromnetz um 9.57 Uhr den größten Teil der betroffenen Einwohner wieder mit Strom versorgen.

Aktuell sind noch 1.300 Einwohner in Guxhagen nicht mit Strom versorgt. Grund dafür ist, dass zur Versorgung in diesem Bereich das defekte Kabel zunächst repariert werden muss. Die Mitarbeiter der EAM Netz arbeiten mit Hochdruck an der Reparatur. Die Arbeiten können aber bis in den Nachmittag andauern.

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Der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius war am Standort Guxhagen ebenfalls ohne Strom. Im Werk Guxhagen arbeiten etwa 750 Menschen. Laut Unternehmenssprecher Timo Lindemann ist aber keine kritische Infrastruktur in Guxhagen vorhanden. Auch keine Klimaschränke, die für bestimmte Produkte benötigt würden. „Wir haben uns daher entschieden, die Mitarbeiter früher ins Wochenende zu schicken“, sagt Lindemann. Das Unternehmen war über das Festnetz telefonisch nicht zu erreichen.

Trotz der Stromunterbrechung kam es in der Gemeinde nicht zu größeren Problemen, berichtet Susanne Schneider, Guxhagens Bürgermeisterin. Kritisch sei es für die beiden großen Lebensmittelmärkte gewesen. Da bereits in einem Teil des Ortes relativ schnell wieder eine Stromversorgung zur Verfügung gestanden habe, wurde der Rewe-Markt mit Strom versorgt. Für den Edeka-Lebensmittelmarkt stellte die EAM ein Notstromaggregat zur Verfügung.

Die Feuerwehrleute hätten den Feuerstützpunkt besetzt und als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden. Außerdem, so berichtet die Bürgermeisterin, seien die Feuerwehrleute durch den Ort gefahren, hätten nach dem Rechten geschaut und Fragen beantwortet. Die Gemeinde war wegen des Stromausfalls auch nicht telefonisch über das Festnetz erreichbar. „Wir haben unsere Einwohner aktuell über die sozialen Netzwerke informiert. So standen schnell Informationen zur Verfügung“, berichtet Schneider. (Damai D. Dewert)

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