Mehr als 82 Prozent der Wählerstimmen

Bürgermeisterwahl in Guxhagen: Susanne Schneider gewinnt deutlich

Susanne Schneider mit Ehemann Harry und den Kindern Elly und Henry.
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Susanne Schneider mit Ehemann Harry und den Kindern Elly und Henry.

Guxhagen - Mit einem deutlichen Ergebnis von 82,88 Prozent der Stimmen hat es Susanne Schneider geschafft: Die 38-Jährige wird die neue Bürgermeisterin von Guxhagen und damit die erste Bürgermeisterin im Schwalm-Eder-Kreis. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,19 Prozent.

„Ich habe gehofft, dass ich um die 60 Prozent erreiche“, sagte Susanne Schneider mit Tränen in den Augen. „Aber niemals hätte ich gedacht, dass das Ergebnis so eindeutig ausfällt. Es fällt eine enorme Last von mir ab.“ Gegenkandidat Klaus Gerhold (55) zeigte sich enttäuscht: „Ich hatte gehofft, dass es knapper ausgeht.“ Aber, wo sich eine Tür schließe, öffne sich eine neue, sagte er. Die Ergebnispräsentation im Bürgersaal war coronabedingt auf 50 Personen begrenzt.

Einen fulminanten Sieg nannte Landrat Winfried Becker den Ausgang der Wahl. „Ich bin ein bisschen sprachlos, ein geiles Ergebnis, Susanne“, sagte Becker. Es sei auch ein historisches Ergebnis. Denn seit Bestehen des Landkreises gebe es nun zum ersten Mal eine Bürgermeisterin. Die Guxhagener hätten eine ehrliche und bürgernahe Bürgermeisterin gewählt. Das sei schon im Wahlkampf deutlich geworden.

Schneider sei den Wahlkampf mit einer solchen Power angegangen, das habe er noch nie erlebt, sagte Parlamentsvorsteher Hans Georg Albert. „Du wirst eine Bürgermeisterin für alle sein, da bin ich mir sicher.“ Schneider war im Wahlkampf von SPD und Grünen unterstützt worden. Klaus Gerhold hatte die Unterstützung von der Gemeinschaftsliste Freie Wähler und der CDU.

Für Amtsinhaber Edgar Slawik war der Abend mit vielen Emotionen verbunden. Nach 18 Jahren im Amt war er nicht mehr angetreten. „Man leidet schon mit den Kandidaten“, sagte er. Und man erinnere sich an einem solchen Abend natürlich auch an die eigenen Wahlabende. Aber nun sei Zeit, dass jemand Jüngeres die Geschicke der Gemeinde lenke, sagte er gegenüber der HNA. Schneider bedauerte es sehr, dass der Sieg wegen der Coronapandemie nicht richtig gefeiert werden konnte. An ihrem Sieg sei eine so große Truppe beteiligt gewesen, „das ist schon schade“. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nicht, dass sich gegenüber auf dem Rewe-Parkplatz Dutzende aus dem Team Schneider in ihren Autos versammelt hatten. Mit einem Hupkonzert und Feuerwerk wurde Schneider gefeiert.

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