Wahl am 8. November

Bürgermeisterwahl in Guxhagen: Zwei Kandidaten sind schon bereit

Chefposten im Rathaus zu vergeben: Im November wählen die Guxhagener einen neuen Bürgermeister. Zwei Bewerber stehen fest, Wahlvorschläge können bis zum 31. August eingereicht werden. Foto: Carolin Hartung/Mark Weinmeister/Philippi Photographie

Guxhagen – Die Bürgermeisterwahl in Guxhagen rückt näher. Eines steht bereits fest: Die Guxhagener werden sich bei der Wahl am 8. November mindestens zwischen zwei Kandidaten entscheiden können.

Um das Amt bewerben wollen sich die 38-jährige Susanne Schneider und Klaus Gerhold (55). Amtsinhaber Edgar Slawik (69) wird nicht mehr antreten. Er wurde 2003 das erste Mal zum Bürgermeister gewählt.

Laut Wahlleiter Frank Jacob wird die Stelle ab der kommenden Woche ausgeschrieben. Bis zum 31. August läuft dann die Bewerbungsfrist.

Mit Susanne Schneider und Klaus Gerhold wollen zwei Guxhagener die Verwaltung ihres Heimatortes leiten. Gerhold tritt als unabhängiger Kandidat an, ist aber CDU Mitglied. Neben der CDU hat auch die Gemeinschaftsliste Freie Wähler Guxhagen Gerhold bereits ihre Unterstützung zugesagt. „Wir kennen ihn schon seit vielen Jahren, und schätzen sein ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde“, sagt Ulrich Wiegand, Fraktionsvorsitzender der GL auf Anfrage.

Klaus GerholdBewerber

Gerhold sei als Geschäftsführer eines großen Unternehmens der richtige Mann, um eine Verwaltung ordentlich zu führen und bestehende Strukturen aufzubrechen, sagt Wiegand. „Wir als CDU stehen geschlossen hinter ihm“, sagt auch Martin Graefe, Fraktionsvorsitzender. Gerhold leitet in Salzwedel in Sachsen-Anhalt ein Unternehmen, das Kunststoffverpackungen herstellt. Seit 15 Jahren engagiert er sich für die Gemeindepolitik, zunächst als Gemeindevertreter, seit zwei Legislaturperioden ist er Mitglied im Gemeindevorstand. Noch mehr Verantwortung zu übernehmen, etwa als Bürgermeister, könne er sich gut vorstellen, sagt der 55-Jährige, der verheiratet ist und sich beim Karneval gern zum Narren macht. Gerhold ist außerdem Vorsitzender des Tuspo Guxhagen.

Susanne SchneiderBewerberin

Im Gegensatz zu Gerhold wurde Susanne Schneider, die ebenfalls als unabhängige Kandidatin antreten will, noch keine Unterstützung seitens der Parteien zugesagt. Reiner Kramm, Fraktionsvorsitzender der SPD sagt jedoch auf HNA-Anfrage: „Einen eigenen Kandidaten schicken wir nicht ins Rennen, aber wir werden schauen, ob wir einen der Kandidaten unterstützen werden.“ Auf jeden Fall müsse „etwas Jüngeres nachkommen, jemand, der vielleicht noch nicht die 50 Jahre überschritten hat und bereit ist, in der Verwaltung neue Wege zu gehen“, sagt Kramm. Mit Erfahrung in der Verwaltungsarbeit könnte Susanne Schneider die SPD sicherlich überzeugen. Seit 20 Jahren arbeitet die Mutter zweier Kinder bei der Stadt Kassel – zwischenzeitig als Leiterin der Stadtpolizei auch in führender Position und derzeit beim Ordnungsamt. Schneider wuchs in Guxhagen auf und engagiert sich als Schriftführerin im Ortsbeirat. „Ich möchte parteilos und unabhängig antreten“, sagt sie. Bestünde jedoch Interesse einer parteilichen Unterstützung, sei sie gern zu Gesprächen bereit.

Laut Manfred Hollstein, Fraktionsvorsitzender der Grünen, haben erste Gespräche mit Schneider bereits stattgefunden. „Das Amt in Guxhagen zu übernehmen, wird sicherlich eine Herausforderung“, sagt Hollstein. Auch im Hinblick auf die kommunalen Auswirkungen der Coronakrise. Guxhagen habe Glück, zwei äußerst kompetente Bewerber gefunden zu haben.

Und noch ist die Stelle ja nicht einmal ausgeschrieben.

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