Online-Workshop zu Förderprgramm

Von Morschen bis Guxhagen: Leader-Fördergeld für kreative Ideen und Projekte bekommen

Die Umgestaltung des Spielplatzes in Bergheim
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Die Umgestaltung des Spielplatzes in Bergheim ist ein Projekt, das mithilfe von Geld aus dem Leader-Programm umgesetzt werden konnte. Vorne von links Nicole Riemenschneider, Hanna Riemenschneider, Tom Heinemann, Maxim Grankin, David Weber, Julian Weber, Jan Heinemann, hinten von links Hartwig Hafer, Sabine Knobel, Dieter Beckmann, Michael Johne und Jens Diegel.

Was fehlt im Guxhagener Ortskern? Wie kann die Mörscher Jugend gefördert werden und wo ist in Melsungen in Sachen Kultur noch Handlungsbedarf? Kreative Ideen für den Altkreis Melsungen sucht das Regionalmanagement Mittleres Fuldatal. Denn das Europäische Förderprogramm Leader geht in die nächste Runde und die Region Mittleres Fuldatal will sich wieder bewerben.

Heute findet ein Workshop statt, bei dem jeder die Möglichkeit hat, Projekte für den eigenen Ort vorzuschlagen. Die Teilnahme ist denkbar einfach, denn man kann von zuhause aus dabei sein.

„Jeder kann mitmachen“, sagt Regionalmanagerin Marion Karmann. Egal, ob Vereinsmitglieder, die eine tolle Idee haben, Mitglieder aus dem Ortsbeirat oder auch Einzelpersonen, beispielsweise Existenzgründer. Wichtige Voraussetzung: „Es darf nicht darum gehen Einzelinteressen zu verfolgen.“ Denn es sollen möglichst viele im Ort profitieren.

Mithilfe des Förderprogramms ließe sich im Altkreis sehr viel bewegen, „aber dafür brauchen wir Bürgerbeteiligung“, sagt Karmann. Schließlich müsse man direkt von den Leuten erfahren, wo es in den Orten hakt. Sei es in Sachen Mobilität, Gesundheitsversorgung oder Kultur. Aus Felsberg gebe es viele Menschen, die sich mit Ideen beteiligen wollen, sagt Karmann, aber insbesondere aus Melsungen, Morschen, Körle und Guxhagen fehlten Menschen, die sich mit kreativen Ideen für ihre Orte einsetzen. „Ich habe die Angst, dass sich immer dieselben Personen beteiligen. Dadurch generieren wir aber keine neuen Ideen.“

Und für die Einwohner könnte eine verpasste Chance sein. Denn mithilfe des Förderprogramms ist es beispielsweise Vereinen und Dorfgemeinschaften möglich, Projekte für gerade einmal 20 Prozent der Kosten zu realisieren. Bis zu 80 Prozent werden gefördert.

Ja, Förderprogramme seien mit einem zähen Prozess verbunden, sagt Karmann, aber am Ende, wenn der neue Dorfplatz fertig, der Wanderweg eröffnet oder der Spielplatz eingeweiht ist, dann wisse man, dass sich alles gelohnt habe. „Es geht darum, dass wir die Region, in der wir gerne leben, auch gemeinsam entwickeln“, sagt Karmann.

Die Schwerpunkte

Die Förderperiode 2023 bis 2027 setzt vier Schwerpunktthemen, an denen sich die Projekte orientieren sollen: Daseinsfürsorge: Dazu gehören insbesondere die Themen Jugendbeteiligung, Generationenaustausch und Gebäudeleerstand. Wirtschaftliche Entwicklung: Dazu gehören die Wertschätzung des ländlichen Raums und die Arbeitsmarktsituationen. Naherholung und Tourismus: Dort geht es darum, Attraktionen zu schaffen, Radwege zu fördern sowie die Bekanntheit und Wertschätzung der Region voranzutreiben. Bioökonomie: Es geht um Nachhaltigkeit beim Konsum, beispielsweise die Förderung regionaler Produkte, und beim Bauen, zum Beispiel durch den Einsatz recycelbarer Stoffe.

Der Workshop

Der Online-Workshop läuft über Microsoft Teams. Er findet am heutigen Mittwoch, 15. Dezember, von 17 bis 20 Uhr statt. Jeder kann sich über den Link zu.hna.de/Leader1512 einwählen. Man kann auch einfach nur mal reinschauen, anstatt sich aktiv zu beteiligen, sagt Karmann. Außerdem können sich die Teilnehmer über die Webseite menti.com ganz einfach an Abstimmungen beteiligen. Dafür muss man das Smartphone bereitlegen.

Für das Regionalmanagement sei der Online-Workshop ein coronageschuldetes Experiment, berichtet Karmann. Denn normalerweise finden die Workshops in Präsenz statt. „Wir hoffen wirklich auf viele Teilnehmer.“ (Carolin Hartung)

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