Helge Wambach ist neuer Ortsvorsteher von Albshausen

In Albshausen soll es bald ein großes Dorffest geben

Helge Wambach ist neuer Ortsvorsteher von Albshausen. Der 44-Jährige war vorher Stellvertreter von Ralf Kauffeld. Eine seiner ersten Aufgaben wartet am Schützenhaus. Dort bedarf es einer neuen Toilettenanlage.
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Helge Wambach ist neuer Ortsvorsteher von Albshausen. Der 44-Jährige war vorher Stellvertreter von Ralf Kauffeld. Eine seiner ersten Aufgaben wartet am Schützenhaus. Dort bedarf es einer neuen Toilettenanlage.

Mit den konstituierenden Sitzungen der Ortsbeiräte haben die neuen Gremien ihre Arbeit aufgenommen. In unserer aktuellen Serie Ortstermin stellen wir sie und ihre Ziele in loser Reihenfolge vor. Diesmal Albshausen, wo der neue Ortsvorsteher es direkt mit einem stillen Örtchen zu tun bekommt.

Albshausen – Eigentlich wollte Helge Wambach (44) nie Ortsvorsteher von Albshausen sein. Eigentlich. Die Albshäuser sahen das bei der Ortsbeiratswahl allerdings ganz anders und gaben ihm die meisten Stimmen. „Es wäre ja Betrug am Wähler, wenn ich das nicht gemacht hätte“, sagt er. Helge Wambach ist Kfz-Meister in Kassel und muss auch samstags arbeiten. Weil er in seinem Job so eingespannt ist, hatte der zweifache Papa den Vorsteher-Posten immer abgelehnt und war stattdessen Stellvertreter. „Aber jetzt werde ich Job und das Amt unter einen Hut bekommen.“ Aber er hat auch eines direkt mit klar gestellt. „Als Ortsvorsteher bin ich ja nicht alleine. Aufgaben werden verteilt.“ Denn dem Ortsbeirat gehören mit dem bisherigen Ortsvorsteher Ralf Kauffeld, Sven Kördel, Jens Erler und Torsten Kley vier weitere Mitglieder an.

Was Helge Wambach unbedingt für seinen Ort möchte, ist ein Dorffest. Und zwar eines für alle Albshäuser. „Die Gemeinschaft ist mir sehr wichtig“, sagt er. „Und ein Gesamtdorffest gab es hier schon seit Ewigkeiten nicht mehr.“ Und dafür bieten sich in den kommenden Jahren einige Termine an, die man zum Anlass nehmen könnte. So wird die Schutzhütte in diesem Jahr 40, das Dorfgemeinschaftshaus feiert im kommenden Jahr sein zehnjähriges Bestehen und Albshausen wird 2024 950 Jahre alt. „Ich werde immer mal wieder angesprochen, dass das Fest zum 900-jährigen Bestehen so toll gewesen wäre. Und das spornt natürlich an, auch für die 950-Jahrfeier etwas Tolles auf die Beine zu stellen“, sagt Helge Wambach, der mit Erik Herzog auch Hüttenwart der Schutzhütte ist.

An der Schutzhütte befindet sich auch Wambachs erste Aufgabe, um die er sich als Ortsvorsteher kümmert. Die Toilette muss neu gemacht werden – dieses Jahr noch, berichtet er. Denn den Gästen, die die Hütte buchen, sei eine vernünftige Toilette sehr wichtig. Und alles, was in Eigenleistung gemacht werden kann, das machen die Albshäuser auch. „Mit vielen Dingen entlasten wir den Bauhof sehr“, weiß Wambach. Lange über Dinge diskutieren und „drumherum reden“, das mag der Ortsvorsteher gar nicht. Es sei doch viel sinnvoller, selbst mit anzupacken statt sich immer nur über etwas zu beschweren, was nicht klappt oder im Argen liegt. In so einem kleinen Dorf habe man ohnehin nicht so viel. „Aber das, was wir haben, müssen wir auch fördern und erhalten.“ Dazu zählen beispielsweise auch die ortsansässigen Vereine. Und die Jugend im Dorf. „Ich möchte mich für junge Leute stark machen. Insbesondere auch dafür, dass sie im Ort wohnen bleiben können.“ Bei der Ausweisung von Baugrundstücken will sich Wambach dafür einsetzen, dass junge Albshäuser den Vortritt bekommen.

Um möglichst viel im Ort selbst zu stemmen, will der 44-Jährige wieder einen Aktionsdonnerstag ins Leben rufen. Einen Tag im Monat, an dem sich Albshäuser zu einem Arbeitseinsatz treffen – was auch immer anstehen mag. „Wenn dann jeden Donnerstag einer mehr aus dem Dorf dabei ist, dann haben wir schon gewonnen.“

Besonders hat den Ortsvorsteher auch gefreut, dass bei der Aufstellung der Mitglieder für den Ortsbeirat die Parteien keine Rolle gespielt hätten. Alle seien innerhalb einer parteilosen Bürgerliste angetreten und hätten das Parteibuch außen vor gelassen. „Das war die richtige Entscheidung.“ Denn der Ortsbeirat sei neutral und „wir wollen einfach alle nur das Beste für unseren Ort“.

Kontakt: Telefon: 0160 / 80 03 942; E-Mail: helge.wambach@t-online.de (Carolin Hartung)

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