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Gefahrgut: Großeinsatz auf A7 bei Guxhagen wegen Ethanol

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Von: Helmut Wenderoth

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Viele Einsatzkräfte kamen zu dem Einsatz bei Guxhagen. Atemschutzgeräteträger stiegen zur Kontrolle des Tankdeckels auf das Dach des Transporters.
Viele Einsatzkräfte kamen zu dem Einsatz bei Guxhagen. Atemschutzgeräteträger stiegen zur Kontrolle des Tankdeckels auf das Dach des Transporters. © Helmut Wendorth

Auf der A7 bei Guxhagen ist am Dienstag aus einem Transporter leicht entzündliches Ethanol ausgetreten. Das Problem wurde schnell erkannt.

Guxhagen – Ein Großeinsatz ereignete sich am Dienstag (14.03.) auf der Autobahn 7 bei Guxhagen: Aus einem Gefahrenguttransporter war gegen 20 Uhr Flüssigkeit ausgetreten.

Wie die Beamten der Autobahnpolizei sagten, hatten Verkehrsteilnehmer, die auf der A 7 in Richtung Süden unterwegs waren, bemerkt, dass aus einem Gefahrenstofftransport Flüssigkeit auf die Fahrbahn tropfte. Sie riefen die Polizei und blieben hinter dem Fahrzeug.

An der Anschlussstelle Guxhagen leiteten die Beamten den Tankzug von der Autobahn herunter in eine Seitenstraße. Der 61-jährige Fahrer einer Spedition aus Nienburg war erst durch die Polizei auf die Gefahr, die von seinem Fahrzeug ausging, aufmerksam geworden.

Gelöscht werden musste bei dem Einsatz am Dienstagabend nichts.
Gelöscht werden musste bei dem Einsatz am Dienstagabend nichts. © Wenderoth, Helmut

Dort fanden die über 70 Einsatzkräfte, die unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein aus Guxhagen arbeiteten, folgende Situation vor: Der Lkw mit dem Tankauflieger stand auf einer Seitenstraße der Grifter Straße. Es tropften nur ganz geringe Mengen Flüssigkeiten auf die Straße.

Diese wurden in Edelstahl-Mulden aufgefangen. Der Transporter trug auf der Warntafel die Gefahrennummer 33 und im unteren Teil der Tafel die Stoffnummer 1170. Es handelte sich laut Feuerwehr bei dem leicht entzündlichen flüssigen Stoff (Gefahrennummer 33) um Ethanol (Stoffnummer 1170).

Ursache: An dem Lastwagen war ein Deckel nicht richtig montiert

Die Einsatzkräfte bauten vorsorglich eine Löschwasserversorgung zu dem Fahrzeug auf. Atemschutzgeräteträger stiegen auf das Dach des Aufliegers. Dort stellten sie fest, dass aus dem Deckel, der zum Befüllen des Tankbehälters dient, kleine Mengen der flüssigen Ladung übergeschwappt waren.

Sie war dann vom Überlaufbehälter ausgelaufen, dessen Dichtung nach Angaben der Autobahnpolizei vermutlich nicht fest genug verschlossen war. Ein Monteur einer in Guxhagen ansässigen Spedition wurde von der Einsatzleitung zu dem Tankfahrzeug gerufen. Bei einer Kontrolle stellte er fest, dass von dem Fahrzeug keine Gefahr mehr ausging.

Nach Bremstests, bei denen überprüft wurde, ob noch Flüssigkeit austrat, gab die Polizei grünes Licht. Der Lkw-Fahrer konnte mit seinem Tankzug, der von Hannover zu einem Chemieunternehmen in Nürnberg unterwegs war, die Fahrt fortsetzen. Es war weder ein Umweltschaden, noch waren Verschmutzungen auf den Fahrbahnen entstanden.

Die meisten Einsatzkräfte hatten die Einsatzstelle nach kurzer Zeit verlassen, nachdem feststand, dass keine Gefahr mehr bestand. Für die Guxhagener Wehren endete der Einsatz nach etwa 90 Minuten. (Helmut Wenderoth)

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