Gemeindevertreter wollen Lärmproblem angehen

Eigener Lärmschutzwall: Gemeinde Guxhagen prüft Möglichkeiten

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Stau: Der Lastwagenverkehr hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Der Lärm belastet die Anwohner. 

Guxhagen. Ob es möglich ist, bei Guxhagen entlang der Autobahn einen Lämrschutzwall selbst zu errichten, das will die Gemeinde nun prüfen.

Wo in Guxhagen wird dringend Lärmschutz benötigt und wie könnte ein effektiver Schutz überhaupt aussehen? Mit diesen Fragen will sich der Gemeindevorstand mit den Fraktionen und der neu gegründeten Bürgerinitiative Lärmstop A 7 jetzt intensiv auseinandersetzen. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Geklärt werden soll auch, ob die Gemeinde in Eigenregie den Lärmschutzwall entlang der Autobahn mithilfe von Baufirmen erweitern kann. Die Grünen-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. „Ich habe zwei ortsansässige Baufirmen Dittmar und Lengemann bereits angesprochen, da wurde nicht lange überlegt“, sagte Manfred Hollstein (Grüne).

Bei jeder Baustelle falle Erdaushub an, der für einen Wall genutzt werden könnte. „Vielleicht können wir so den Druck auf die Behörden erhöhen.“ Der Antrag stieß bei den anderen Fraktionen auf Zustimmung. „Der Antrag ist ein Stein, um vielleicht endlich einen Schritt weiterzukommen bei diesem Thema“, sagte Reiner Kramm (SPD). Geklärt werden müsse aber, wie Bauland erworben werden könne, um einen solchen Wall zu errichten. Ulrich Wiegand (GL Freie Wähler) sagte zudem, dass man nicht nur ortsansässige Baufirmen für ein solches Projekt ins Boot holen könne, sondern auch bei Unternehmen in der Umgebung anfragen müsse. Wichtig sei vor allen Dingen, endlich eine Messung vor Ort zu erreichen. Bisher sei die Lärmbelastung immer nur vom Schreibtisch aus berechnet worden.

Einfach nur Erde aufzuhäufen, könne das Lärmproblem aber nicht lösen, sagte Konrad Rysiewski (SPD). Nur ein gekrümmter Wall, der den Lärm Richtung Fahrbahn zurückwirft, könne Abhilfe schaffen. Der Antrag der Grünen erntete zwar die Zustimmung aller Parlamentsmitglieder, er stieß aber auch auf Kritik. Insbesondere deshalb, weil die Grünen den Antrag alleine gestellt hatten. „Wir bitten darum, dass wir als Fraktionen in Zukunft bei diesem Thema gemeinsam vorgehen, so wie wir es auch vereinbart haben“, sagte Martin Graefe (CDU). „Es geht hier um kein politisches, sondern um ein rein sachbezogenes Thema, das uns alle angeht.“ Die Strategie müsse gemeinsam entwickelt werden, betonte auch Reiner Kramm. Besonders wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative.

Das sagt der Bürgermeister

Vorab müsse zudem erst einmal geklärt werden, wie man dem Lärm überhaupt begegnen kann und was wo gemacht werden muss, sagte Bürgermeister Edgar Slawik, dem insbesondere von der Grünen-Fraktion fehlendes Engagement beim Lärmschutz-Thema vorgeworfen wurde. Um weiterzukommen, müssen man „jetzt die Karten auf den Tisch legen und darf sich nicht mehr hinter den Aussagen der Behörden verschanzen“, hielt Slawik dagegen und beteuerte, dass er den Kampf für einen Lärmschutz keinesfalls aufgegeben habe. Um endlich eine Lärmmessung vor Ort zu erreichen, könne man auch ein Privatinstitut beauftragen, sagte Slawik. „Aber das kostet halt.“

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