Kommunalwahl

SPD und Grüne gehen in Guxhagen als Wahlsieger hervor

Wahlergebnis Kommunalwahl Guxhagen
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Wahlergebnis Kommunalwahl Guxhagen

In Guxhagen beginnt im Mai ein politischer Umbruch. Zum einen startet die Amtszeit von Bürgermeisterin Susanne Schneider, zum anderen stehen im Parlament die Zeichen auf einem satten rot-grün.

Guxhagen - Die Gemeinschaftsliste Freie Wähler und die CDU sind wie schon bei der Bürgermeisterwahl im November die Verlierer. Die Sozialdemokraten konnten im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren zulegen – mit einem zarten Plus von 2,6 Prozentpunkten kommen sie jetzt auf 45,3 Prozent der Wählerstimmen und dürfen auf 14 statt auf 13 Sitzen Platz nehmen.

Die Gewinner

„Bei dem Ergebnis kann man nicht meckern“, sagt SPD-Spitzenkandidat Oliver Brandenstein, der mit mehr als 2200 Stimmen die meisten aller Personenstimmen auf sich vereinen konnte. „Ich bin wirklich ein bisschen geflasht.“ Die SPD habe in den vergangenen Jahren eine unaufgeregte und sachliche Politik gemacht – das habe sicher einige Wähler überzeugt. Auch habe man viele neue Kandidaten für die Liste gewinnen können – auch parteilose. „Wir wollen das Motto ‘Neue Wege gehen’, das mit der Wahl Schneiders im November begonnen hat, nun fortführen.“ Neben der SPD gehen auch die Grünen als Sieger hervor. Sie gewinnen ebenfalls einen Sitz hinzu, kommen nun auf vier. „Es war lange nicht vorstellbar, dass wir prozentual mal vor der CDU landen werden“, sagt dazu Spitzenkandidat Manfred Hollstein. „Wir sind jetzt frohen Mutes. Zusammen mit der SPD haben wir die Mehrheit, das ist schon eine schöne Sache.“

Die Verlierer

Während die SPD und Grünen einen Sitz hinzugewinnen konnten, sieht es bei der CDU hingegen wenig rosig aus. Sie verliert drei Prozentpunkte und kommt noch auf 11,4 Prozent der Wählerstimmen. Damit sortiert sich die Partei prozentual ganz hinten ein und verliert einen Sitz – vier statt fünf. „Es ist bedauerlich und damit kann man nicht zufrieden sein“, sagt Spitzenkandidat Martin Graefe, der mit 800 Stimmen gerade noch auf Platz vier der Liste landet. „Das kratzt mich persönlich aber überhaupt nicht“, sagt Graefe. Denn dass Mark Weinmeister ganz oben stehen würde, sei aufgrund des Bekanntheitsgrades schon vorher klar gewesen. „Ich habe meinen Freundeskreis nicht in Guxhagen, ich bin privat an anderer Stelle verhaftet“, sagt Graefe. Weinmeisters Tochter Anna wird ebenfalls in der Gemeindevertretung mitwirken.

Der bundesweite Trend gegen die CDU sei nicht gerade förderlich gewesen, sagt Graefe. Und außerdem habe die SPD ja auch einen „Bürgermeisterinnen-Bonus“ gehabt. Gemeinsam mit den Grünen hatte die SPD Susanne Schneider bei ihrer Wahl

im November unterstützt. Schneider holte 82 Prozent der Stimmen. „Wir haben mit der GL nun mal einen Kandidaten unterstützt, der ein extrem schlechtes Ergebnis eingefahren hat“, sagt Graefe. Es sei klar gewesen, dass dies auch auf die Kommunalwahlen eine Auswirkung haben werde. Am schlechtesten schnitt die CDU in Grebenau ab, dort erreichte sie nicht einmal zehn Prozent der Stimmen (9,7 Prozent).

Ähnlich groß ist die Enttäuschung bei der Gemeinschaftsliste Freie Wähler. Auch sie verlieren einen Sitz im Parlament und kommen künftig auf neun. „Damit haben wir nicht gerechnet, das ist eine große Enttäuschung“, sagt Fraktionsvorsitzender Ulrich Wiegand. Spitzenkandidatin Alexandra Ried ergänzt: „Aber wir sind auch froh, trotz Corona unsere Stimmen annähernd gehalten und unsere Wähler und Unterstützer weiterhin überzeugt zu haben.“

Wiegand habe zumindest damit gerechnet, dass es bei den zehn Sitzen bleibt, „oder dass wir einen hinzugewinnen können“. Mit der CDU als Oppositionspartner habe man nun keine Chance mehr, „zusammen irgendetwas zu machen“. Dabei hatte die GL sogar Bürgermeister Edgar Slawik in ihren Reihen, der von Listenplatz 15 auf Platz drei kletterte. „Hat uns aber auch nichts gebracht“, sagt Wiegand. Lediglich in Wollrode erlangte die GL mehr Stimmen als die SPD. (Carolin Hartung)

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