Premiere in Guxhagen 

Theater mit dem gewissen Etwas: GuxThe zeigte "Stress im Champus-Express" 

+
Im Bordbistro: von links Während die muffige Bistrokellnerin Gertrud (Susanne Taube) die Getränke vorbereitete, hatten Zugchefin Gesine Grube-Steckel (Christina Siebert), die ältere Dame Lieselotte (Angela Merz-Gintschel) und der kleine Harvey (Mark Weinmeister) einiges zu besprechen. 

Das Guxhagener Theater (GuxThe) feierte am Samstagabend im Bürgersaal Guxhagen Premiere mit ihrem neuen Stück „Stress im Champus-Express“. .

Eigentlich sollten die gut situierten Fahrgäste im Inter-Gux-Express auf der Fahrt von Guxhagen nach Körle mit einem exklusiven Champus-Angebot verwöhnt werden. Stattdessen erlebten sie die unfreundliche Bistrokellnerin Gertrud (gespielt von Susanne Taube), die plauderfreudige Reinigungskraft Ilse Oppendung (Anja Gerhold) und den Schaffner Herr Wischnewski (Mark Weinmeister), der gleich zu Beginn eine flotte Tanzeinlage in einem viel zu engen Hemd präsentierte.

Zwei tollpatschige Ganoven (Laura und Klaus Gerhold), die auf der Fahrt das Bordbistro überfallen wollten und sich mit der Beute beim einzigen Zwischenhalt in Oberalbshausen aus dem Staub machen wollten, machten die Fahrt im Champus-Express zu einem Abenteuer der besonderen Art.

Ob Radsportler (Dirk Gröbner), der Versicherungsmakler Herr Fettenläufer (Markus Schmidt), die Polizisten Axel Zöllner (Christian Spranger) und Anne Kleinfeld (Charlotte Weinmeister), Zugchefin Gesine Grube-Steckel (Christina Siebert) oder die plauderfreudige ältere Dame Lieselotte (Angela Merz-Gintschel) mit ihrem „kleinen Enkel“ Harvey, der, auch verkörpert von Mark Weinmeister, alles andere als klein war – jeder Darsteller gab seinem Rollenprofil das gewisse Etwas.

Vor allem für Susanne Taube als muffige Bistrokellnerin war es eine Paraderolle. Im Laufe des Stücks bekamen die Protagonisten immer wieder auf amüsante Art und Weise die Tücken der Bahn-Privatisierung zu spüren, bevor es auch noch zu einer Störung im Betriebsablauf kommt.

Die führte vor allem das Räuberpärchen in eine Zwickmühle – denn wie soll man mit der Beute entkommen, wenn der Zug nicht an dem Bahnhof anhält, wo man eigentlich mit der Beute türmen wollte?

Die 350 Besucher im vollen Bürgersaal kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. So wie Michaela Siebert aus Gudensberg. Sie hatte die Karte von ihrer Freundin Uta Fromm aus Guxhagen zum Geburtstag bekommen. „Das Stück ist supergut“, sagte Siebert. 

Es sei witzig, unterhaltsam und genau das Richtige, wenn man ausgehen und Spaß haben wolle, waren sich beide einig. Auch Christiane Rehn ist Fan der Theatergruppe. 

Es sei toll, weil sie als Guxhagenerin alle Darsteller persönlich kenne, sagte sie. Ob das Räuberpaar doch noch entwischen konnte oder die Betriebsstörung es in die Arme der Polizei trieb, wird nicht verraten. Die Auflösung gibt es am kommenden Freitag und Samstag je ab 19 Uhr im Bürgersaal Guxhagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.