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Guxhagen: Lieferwagen fährt acht Meter tiefe Böschung hinunter

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Von: Helmut Wenderoth

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Kleintransporter bei Guxhagen beschädigt
Bei einem Unfall in Guxhagen ist der Fahrer eines Kleintransporters leicht verletzt worden. © Helmut Wenderoth

Großer Bergungseinsatz in Guxhagen: Ein Lieferwagen war in eine tiefe Böschung gefahren. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Guxhagen – Sehr aufwendig gestaltete sich die Bergung eines Peugeot Kleintransporters nach einem Unfall am Montag (21. November 2022) in Guxhagen. Der 36-jährige Fahrer aus Söhrewald wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 39 000 Euro. Der Unfall ereignete sich um 20.25 Uhr.

Für Feuerwehr, Polizei und Bergungsunternehmen endete der Einsatz erst nach 1 Uhr am Dienstag. Guxhagen – Ein Unfall mit einem Peugeot Kleintransporters hat sich am Montagabend in Guxhagen ereignet. Der 36-jährige Fahrer aus Söhrewald wurde leicht verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf 39.000 Euro.

Unfall in Guxhagen: Fahrer kam aus unbekannten Gründen von der Fahrbahn ab

Der Fahrer des Onlineversandhändlers Amazon fuhr gegen 20.25 Uhr am Montag mit einem Zulieferfahrzeug auf der Bahnhofstraße. Er war von der Ortsmitte her kommend in Richtung Ortsausgang unterwegs. Kurz hinter der Bahnunterführung kam er aus unbekannten Gründen vor einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Kastenwagen überfuhr den Bürgersteig gegenüber vom Bahnhof, erfasste eine Straßenlampe und durchbrach dann die Schutzgitter am Gehweg.

Der Peugeot rutsche seitlich eine mehr als zehn Meter hohe Böschung hinunter. Auf den Rädern stehend, blieb er nach etwa acht Metern an Bäumen und Büschen hängen. Verkehrsteilnehmer, die den Unfall beobachtet hatten, alarmierten Feuerwehr und Rettungsdienst. Da bei den Erstmeldungen von der Unfallstelle gemeldet worden war, dass der Fahrer in seinem Transporter, etwa acht Meter unterhalb der Straße eingeklemmt war, wurden zur Verstärkung auch die Feuerwehren aus Melsungen und Grifte alarmiert. Sie brachen noch auf der Anfahrt ihren Einsatz ab. Nur die zwölf Einsatzkräfte aus Guxhagen wurden benötigt.

Schwere Bergungsarbeiten: Der Lieferwagen war tief in eine Böschung gefahren.
Schwere Bergungsarbeiten: Der Lieferwagen war tief in eine Böschung gefahren. © Helmut Wenderoth

Als die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle eintrafen, war der Fahrer aus eigener Kraft die Böschung von seinem Fahrzeug bis zur Straße hochgeklettert. Auf dem Bürgersteig wurde er bis zum Eintreffen des Rettungswagens aus Guxhagen und dem Notarzt versorgt. Der Fahrer wurde später zur Abklärung möglicher Verletzungen in eine Kasseler Klinik gebracht.

Unfall in Guxhagen: Spezialfahrzeuge wurden zur Bergung angefordert

Als die Feuerwehrleute unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein ankamen, sicherten sie zuerst das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen. Um an dem Hang zu dem Fahrzeug zu gelangen, legten sie Steckleitern an der Böschung aus, die zusätzlich gegen Abrutschen gesichert werden mussten. Die Bahnhofstraße wurde bis zum Ende der Bergungsarbeiten gesperrt. Mehrere Einsatz- und Bergungsfahrzeuge blockierten die Fahrbahn.

Die Eigentümer des Transporters veranlassten, dass ein Abschleppunternehmen mit Spezialfahrzeugen zur Bergung des Kastenwagens angefordert wurde. Mitarbeiter des Energieversorgers schalteten Reste der Straßenlampe mit herausgerissenen Versorgungsleitungen stromlos.

Ein Abschleppunternehmen aus Kassel kam mit drei Fahrzeugen, darunter ein Spezialbergefahrzeug, an die Unfallstelle. Zuerst wurde das total beschädigte Fahrzeug zusätzlich gegen weiteres Abrutschen und Umstürzen gesichert, dann wurde es mit Stahlseilen gesichert und mit einem Kran auf einen Tieflader verladen.

Unfall in Guxhagen: Verdacht auf Alkoholkonsum

Wegen des Verdachtes auf Alkoholkonsum wurde bei dem Fahrer von der Polizei eine Alkoholkontrolle veranlasst und es wurden Ermittlungen zur Gültigkeit seiner Fahrerlaubnis eingeleitet. Außer der Straßenlampe waren auch etwa sieben Meter der Schutzgitter zwischen Bürgersteig und Abhang zerstört.

Bauhofmitarbeiter und Feuerwehrleute stellten Schutzzäune auf, um zu verhindern, dass von dem stark frequentierten Bürgersteig, Fußgänger oder Fahrradfahrer abstürzen. Für Feuerwehr, Polizei und Bergungsunternehmen endete der Einsatz nach 1 Uhr am Dienstag. (Helmut Wenderoth)

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