Dank an Einsatzkräfte 

Nach Brand in Guxhagen muss Landwirt neue Halle bauen: „Ein derber Verlust“

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Nur durch eine Wand getrennt: Links die ausgebrannte Halle, rechts der Kuhstall.

In Guxhagen muss ein Landwirt nach einem Brand eine neue Halle bauen. „Ein derber Verlust“, sagt er und dankt den Einsatzkräften für ihr tatkräftiges Einschreiten.

Thorsten Siebert war gerade mit seiner Freundin auf einer Silvesterfeier in Dorla, als um kurz vor 1 sein Handy klingelte.

Sein Nachbar rief an. „Ich habe erst gedacht, dass vielleicht Kühe ausgebrochen sind oder dass die Alarmanlage im Schweinestall losgegangen ist.“ Sein Nachbar überbrachte ihm stattdessen eine schlimme Nachricht: Eine Lagerhalle auf Sieberts Hof stand in Flammen. „Wir sind sofort losgefahren.“

Einen Tag später – noch steht nicht fest, was den Brand ausgelöst hat – steht Siebert immer noch fassungslos vor der ausgebrannten Lagerhalle, die 1980 von seinen Eltern errichtet worden war. „Ich bin total gerädert und konnte die Nacht kaum schlafen“, sagt der 50-Jährige.

„Für mich ist das ein derber Verlust“ - Landwirt Siebert steht vor einem 400.000 Euro Schaden

Vier Landmaschinen, die in der Halle untergestellt waren, konnten in der Nacht noch gerettet werden, ein Schlepper brannte aus. „Für mich ist das ein derber Verlust“, sagt der Agrartechniker. Die Versicherung wird ihm den Zeitwert der Maschine ersetzen.

„Aber ein vergleichbares Gerät zu finden, wird sehr schwer.“ Die Halle wiederaufzubauen sei keine Option. Die Zerstörung sei einfach zu massiv. „Wir werden eine neue Halle bauen müssen.“ Durch den Brand wurde außerdem ein Kurzschluss ausgelöst. Melkmaschine und die Futtermaschine für die Schweine sind deshalb außer Betrieb.

Auf 400.000 Euro schätzt er die Kosten, die unter anderem für Abriss, Neubau und Neuanschaffung des Schleppers auf ihn zukommen werden. Wie viel die Versicherung bezahlen wird, ist noch offen.

Brandursache ungeklärt - Landwirt  will Antworten

Als der Brand ausbrach, war keiner auf dem Hof zuhause. Seine beiden Kinder und sein Vater feierten genau wie er und seine Freundin auswärts ins neue Jahr, als die Halle zu brennen begann.

Für Siebert sieht alles danach aus, als sei der Brand kein Unglück. „Ich hoffe sehr, dass sich meine Vermutung nicht bestätigt. Sonst kann man den Hof ja bald nicht mehr alleine lassen.“ Vor ein paar Jahren habe es schon einmal auf dem Hof gebrannt. Ein Unbekannter hatte Stroh in Brand gesteckt.

Nur durch eine Wand getrennt: Links die ausgebrannte Halle, rechts der Kuhstall.

Dank des schnellen Einsatzes der zahlreichen Feuerwehrleute und den Kräften des Technischen Hilfswerks konnte in der Silvesternacht verhindert werden, dass das Feuer auf den Stall übergreift. Nur eine Wand befindet sich zwischen den 33 Milchkühen und der ausgebrannten Halle.

Eschweger Landwirt dankt den Einsatzkräften und allen Helfern

Den Tieren geht es gut, sagt Siebert. „Sie machen keinen gestressten Eindruck.“ Nur ein Schwein im gegenüberliegenden Stall habe die Aufregung der Nacht nicht verkraftet und sei vor lauter Stress verendet.

Die Einsatzkräfte hätten einen wahnsinnig guten Job gemacht, lobt Siebert. Wenn es ein bisschen wärmer ist, will er zum Dank eine kleine Feier ausrichten.

Die Gemeinde Guxhagen hat das Nachbarhaus eiens Ehepaars gekauft und mit dem Abriss begonnen. Das Fatale: Beide Häuser teilen sich eine Außenwand. Jetzt hat das Paar einen Anwalt eingeschaltet.

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