Lösung ist in Sicht

Guxhagener Kirche: Holzwürmer in Orgel und Sitzbänken

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Innen eine Baustelle: Die Friedhofskirche in Guxhagen wird umfassend saniert, von links Bürgermeister Edgar Slawik, Küsterin Marleen Riemann, Tanja Engelhardt-Krok vom Bauamt und Pfarrer Frithjof Tümmler. 

Die Arbeiten an der Friedhofskirche in Guxhagen fallen umfassender aus als erwartet. Neben dem Holzwurmbefall stellt die Statik ein Problem dar. Doch eine Lösung ist in Sicht.

Von außen ist der schmucken Friedhofskirche an der Sellestraße nichts anzusehen. Doch der Innenraum der Kirche ist seit September eine Baustelle. „Mich berührt der Anblick schon sehr“, sagt Marleen Riemann (76), die seit 1983 Küsterin der Kirche ist. 

Orgel und Sitzbänke von Holzwurm befallen

Die vom Holzwurm befallene und unter Denkmalschutz stehende Euler-Orgel befindet sich zur Restauration bei einem Orgelbauer. Auch die Sitzbänke fehlen in der Kirche. Weil auch dort der Wurm drin war, werden sie einer Wärmebehandlung unterzogen, um dem Schädling den Garaus zu machen.

Neue Gasheizung für Raumklima

Doch mit der Beseitigung des Holzwurms ist es in der Kirche nicht getan. Die Kirche bekommt eine Gasheizung für ein besseres Raumklima. Zum einen, um einem erneuten Holzwurmbefall entgegen zu wirken und zum anderen, weil sich im Erdgeschoss mehrere feuchte Stellen aufgetan haben, erklärt Tanja Engelhardt-Krok vom Bauamt. 

Heizkörper sollen im Erdgeschoss und im ersten Stock der Kirche angebracht werden. „Und damit sich die Wärme nicht gleich wieder nach draußen verabschiedet, muss auch die Decke gedämmt werden“, sagt Engelhardt-Krok.

Kirche bekommt neue Stützen

Doch bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass das Dach ein Statikproblem hat. „Ein Balken hängt schon durch“, sagt die Mitarbeiterin des Bauamts. Deswegen lagen nun die Arbeiten erst einmal auf Eis. Bei der Dachkonstruktion handele es sich um ein Tonnengewölbe, das in drei Etappen gebaut worden sei, sagt Engelhardt-Krok. Die Verbindungen der drei Teile stünden auseinander. 

Weil es sich um eine außergewöhnliche Konstruktion handele, habe es nun besonders viel Zeit in Anspruch genommen, bis eine Lösung gefunden wurde. Die gute Nachricht: Am Montag kommen Mitarbeiter der Zimmerei und bringen neue Stützen an. Damit soll die Statik dann gewährleistet sein.

Wann Orgel wieder einzieht, ist offen

Anschließend sollen dann die Sanierungsarbeiten folgen. „Elektriker, Heizungsbauer, Maler, alle stehen in den Startlöchern. Es hing jetzt nur an der Lösung für die Statik“, sagt Engelhardt-Krok. Und schließlich wird auch die restaurierte Euler-Orgel wieder einziehen. Wann genau ist noch offen, aber es soll jetzt schnell gehen, sichert Engelhardt-Krok zu.

„Ich bin wirklich froh, dass die Kirche so umfassend saniert werden kann“, sagt Pfarrer Frithjof Tümmler. Denn es handele sich um eine ganz besondere Kirche. Sie wird unter anderem für Trauerfeiern genutzt, und als Winterkirche von Januar bis kurz vor Ostern. Auch Hochzeiten und Taufen finden an der Sellestraße statt. Etwa 200 Leute finden in der Kirche Platz.

Volkstrauertag in der katholischen Kirche

130 000 Euro investiert die Gemeinde Guxhagen als Eigentümer in das Gebäude. Mehr soll es trotz der umfassenderen Arbeiten nicht werden, sagt Engelhardt-Krok. Die Restaurierung der Orgel wird von der Landeskirche, aus Spenden, vom Kirchenkreis Melsungen, Landesamt für Denkmalpflege sowie der Sparkassen-Kulturstiftung finanziert. 

Der ökumenische Gottesdienst zum Volkstrauertag findet am Sonntag, 17. November, ab 11 Uhr in der katholischen Kirche St. Michael (Sudetenstraße 9) statt. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 12 Uhr auf dem Friedhof.

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