Barrierefreier Umbau ist geplant 

"Massive Gefahr": Haltestelle in Albshausen soll umziehen

+
Dort soll sie wieder hin: Die Haltestelle der Linie 56 befindet sich derzeit vor dem Gemeinschaftshaus. Am vorigen Standort – diesen zeigt unser Foto – ist nun angedacht, eine Kaphaltestelle auf der Fahrbahn zu errichten.

Albshausen. Der Ärger um die Haltestelle der Buslinie 56 soll bald ein Ende haben. Am derzeitigen Standort stellt sie häufig eine "massive Gefahr" für Verkehrsteilnehmer dar. 

Wie Ortsvorsteher Ralf Kauffeld in der Ortsbeiratssitzung berichtete, ist nun angedacht, eine Kaphaltestelle zu errichten. Die Haltestelle samt Wartebereich würde sich dann direkt auf der Fahrbahn befinden. Ein Grundstück zu erwerben, sei dann nicht nötig.

Immer wieder hatten sich die Albshäuser über den Standort der Haltestelle geärgert. Zunächst befand sie sich direkt an der stark befahrenen Nürnberger Straße. 

Als Wartebereich diente lediglich der begrünte Randstreifen. Nach mehrfacher Diskussion wurde die Haltestelle dann vor das Gemeinschaftshaus an die Straße Zum Forst verlegt, ebenfalls eine ungünstige Ecke, fand der Ortsbeirat. Denn der Bus wendete stets auf dem Vorhof des Gemeinschaftshauses und beschädige das Ökopflaster, so die Kritik der Albshäuser. Sie forderten, dass die Haltestelle zurück an den alten Standort verlegt wird, und ein Teil des Grünstreifens gepflastert wird.

178 Unterschriften hatte der Ortsbeirat im Februar an den Gemeindevorstand übergeben, um zu erreichen, dass der Standort der Bushaltestelle noch einmal verändert wird. 

Bus muss häufig auf die Gegenfahrbahn 

Laut Kauffeld besteht bei dem derzeitigen Standort vor dem Dorfgemeinschaftshaus ein weiteres Problem: Wegen des straffen Fahrplanes fahre der Busfahrer mit dem Fahrzeug häufig auf die Gegenfahrbahn, um Fahrgäste aufzunehmen, sodass er ohne Wenden zu müssen, weiterfahren kann.

 „Das stellt eine massive Gefährdung für Fahrgäste und Straßenverkehr dar“, sagt Kauffeld. Bei einer Ortsbesichtigung, bei der unter anderem Vertreter vom Nordhessischen Verkehrsverbund und vom Regionalen Verkehrsdienst sowie Bürgermeister Edgar Slawik und Daniela Michel vom Ordnungsamt teilnahmen, erläuterte Joachim Otto vom NVV, dass bis zum Jahr 2022 alle Haltestellen barrierefrei ausgebaut werden sollen. Der NVV bezuschusse die Kosten für die Planung von barrierefreien Haltestellen mit 50 Prozent. 

Geplant ist nun, dass die Haltestelle zurück an den bisherigen Standort an der Nürnberger Straße verlegt wird und zu einer barrierefreien Kaphaltestelle mithilfe von Fördergeld ausgebaut wird.

„Das wird allerdings dauern“, sagt Kauffeld. Er rechnet damit, dass es zwei Jahre dauern könnte, bis die Albshäuser eine neue Haltestelle haben. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.