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Herbert Girg aus Guxhagen sorgt sich um die Biber in der Region

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Von: Manfred Schaake

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Freut sich über die Rückkehr der Biber: Angler Herbert Girg möchte nicht dort fotografiert werden, wo sich Biber angesiedelt haben, um sie zu schützen.
Freut sich über die Rückkehr der Biber: Angler Herbert Girg möchte nicht dort © Manfred Schaake

„Lasst Biber in Ruhe und schützt ihren Lebensraum.“ Diesen Appell richtet Herbert Girg (66) aus Guxhagen an alle, die sich in der Natur aufhalten. Er macht sich Sorgen, da Biber in ihrer natürlichen Umgebung oft von Menschen gestört würden.

Guxhagen - „Wir sind froh, dass wir Biber in unserer Region wieder haben“, sagt Girg. Ziel müsse sein, ihn in der Natur zu schützen und nicht zu stören. Girg ist seit 50 Jahren Angler, engagiert sich im Angelverein 1914 Guxhagen-Kassel für Natur- und Landschaftsschutz. Er meldete sich, nach einem HNA-Bericht über Biber. „Sie kehren in Nordhessen nach und nach in ihre ursprünglichen Lebensräume zurück“, erklärte Petra Westphal, Leiterin des Forstamtes Melsungen, darin. „Angler sehen Biber nicht als Feinde.“ Dazu sagt Girg: „Wir sind Förderer der Biber und froh, dass wir sie haben.“ Angler unterstützten Fauna und Flora. „Ihr erstes Gebot ist der Naturschutz und der vernünftige Umgang mit der Natur“.

Fische finden Schutz in den Biber-Burgen aus Astgeflechten, so Girg. Durch die Stauungen entstünden Biotope. Er möchte sich aber nicht dort fotografieren lassen, wo er Biberspuren aufgespürt hat: „Ich möchte keinen Biber-Tourismus.“ Er kritisiert, dass Kanu-Fahrer nah an Biber-Bauten heranfahren „und mit Paddeln darin herumstochern“. Dabei seien die Tiere tagsüber kaum zu sehen. Girg verweist auf Einsätze der Angler für die Natur: das Aufhängen von Nistkästen und das Beseitigen von Müll und Unrat. So werde der Angelverein auch den Guxhagener Umwelttag am Samstag, 14. Mai, unterstützen.

Ein Problem seien Treffen an der Edermündung in die Fulda. „Wanderer und Radfahrer genießen die Sitzgelegenheiten“, sagt er. Aber der Platz sei zur Partymeile geworden: „Musik wird aufgedreht, Müll achtlos weggeworfen.“ Hunde würden oft nicht an der Leine geführt. Sorgen mache er sich zudem um die Erderwärmung mit negativen Folgen auf Gewässer und Artenvielfalt. Umso glücklicher müsse man sein, dass Biber ihren ursprünglichen Lebensraum zurückeroberten.

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