Innenausbau nahezu abgeschlossen

Am Guxhagener Bahnhof starten die Arbeiten am Außengelände

Am Dienstag rollte eine Asphaltfräse am Guxhagener Bahnhof an
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Am Dienstag rollte eine Asphaltfräse an

In den Innenräumen laufen die letzten Arbeiten und nun startet die Gestaltung der Außenanlagen. Am Dienstag rollte eine große Asphaltfräse an. Bis Ende dieses Jahres soll die Sanierung des Guxhagener Bahnhofs vollständig abgeschlossen sein, bestätigt Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik.

Für die Gestaltung des Vorplatzes sind 350 000 Euro im Haushalt für dieses Jahr eingeplant. Weitere 170 000 Euro stehen für 2022 im Haushaltsplan.

Einen Teil seiner neuen Büroräume, nämlich die im Neubau, hat Jörg Fromm mit seinem Versicherungsbüro bereits bezogen. Er wird auch einen Teil des sanierten Altbaus mitnutzen.

Nebenan, im roten Anbautrakt, richtet in Kürze das Steuerbüro Köhler und Felsch die Büroräume ein. Ebenfalls in den Startlöchern steht Ulrich Most, der in wenigen Wochen einen Backshop im Bahnhofsgebäude eröffnen wird. Auch für das obere Geschoss gibt es nun einen Mieter. Einziehen wird eine Kosmetikerin aus Gensungen, die damit ihr Studio von Kassel nach Guxhagen verlegt. „Es war ein langer Weg, aber er hat sich gelohnt“, sagt Slawik. Obwohl das Gelände rundherum noch hergerichtet werden muss, erinnert jetzt schon nur noch wenig an den einstigen Schandfleck von Guxhagen. Noch deutlicher werden die Unterschiede, wenn man die lichtdurchfluteten modernen Räume betritt. Wert hatte Slawik darauf gelegt, dass die Originaltüren wieder eingebaut werden. Sie wurden aufbereitet und verleihen den Räumen ein außergewöhnliches Flair. „Um die Türen wäre es wirklich schade gewesen“, sagt Slawik. Lediglich die Treppen müssen noch mit einem neuen Bodenbelag versehen werden.

Entgegen der eigentlichen Planung wird das Dachgeschoss über der künftigen Bäckerei – von der Dörnhagener Straße aus der rechte Gebäudetrakt – doch ausgebaut. Es wird künftig als Besprechungsraum fürs Steuerbüro dienen. Gerade werden dort die Decken verkleidet. „Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Bahnhof drei ortsansässigen Betrieben eine Zukunft bieten können“, sagt Slawik.

Auffällig ist die gute Dämmung der Räume. Selbst, wenn ein Güterzug vorbeirauscht, verursacht dies in den Innenräumen keinen großen Lärm, vorausgesetzt die Fenster sind geschlossen. Neben einer äußerst guten Dämmung hat der Altbau außerdem zwei Balkone bekommen, von denen man einen tollen Ausblick ins Bachfeld hat. Auch der Keller des Altbaus soll sinnvoll genutzt werden. Zum einen ist dort die Gasheizungsanlage untergebracht, zum anderen wollen die Gewerbetreibenden Räume für das Aufbewahren von Akten und Unterlagen nutzen. An die Geschichte des Bahnhofs, dessen Keller im Krieg mit einem Luftschutzbunker Unterschlupf bot, sollen die Schriftzüge an den Kellerwänden erinnern.

An mehreren Stellen steht der Hinweis „Zum Schutzraum“ mit einem Pfeil. „Und die bleiben auch“, sagt Slawik. (Carolin Hartung)

Stolz auf die schicken Türen: Bürgermeister Edgar Slawik ist froh, dass die Bahnhofsanierung so gut vorangeht.

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