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Kunstrasen für die Jugend in Guxhagen

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Von: Fabian Becker

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So sieht der Trainingsplatz des Tuspo 1888 Guxhagen aus: Der stellvertretende Vereinsvorsitzender Ulrich Manthei zeigt den vertrockneten Rasen. Dort soll bald ein Kunstrasen sein.
So sieht der Trainingsplatz des Tuspo 1888 Guxhagen aus: Der stellvertretende Vereinsvorsitzender Ulrich Manthei zeigt den vertrockneten Rasen. Dort soll bald ein Kunstrasen sein. ©  Fabian Becker

Wo derzeit überwiegend vertrocknete Grashalme stehen, soll 2023 ein grüner Rasen sein – aus Kunststoff.

Guxhagen – Denn der Tuspo 1888 Guxhagen will mit dem Umbau des Trainingsplatzes Unter den Eichen im Spätsommer 2023 fertig sein. Der Vereinsvorsitzende Uwe Herkt und sein Stellvertreter Ulrich Manthei rechnen mit etwa 650 000 Euro Kosten.

400.000 zahlte die Gemeinde

400.000 Euro zahlt die Gemeinde. Dafür sind in den diesjährigen Haushalt 200 000 Euro eingestellt, 2023 sollen weitere 200 000 Euro folgen. „Alle Fraktionen in der Gemeindevertretung stehen hinter der Investition“, sagt Herkt. Hinzu kommen etwa 25 Prozent vom Land Hessen und rund 10 Prozent vom Schwalm-Eder-Kreis. Den Rest muss der Verein selbst aufbringen.

Der Platz kann auch für Saisonspiele genutzt werden, meist dient er aber als Trainingsplatz und den Jugendmannschaften. „Die Jugend ist uns besonders wichtig“, sagt Manthei. „Der Kunstrasen ist für sie eine riesige Investition.“ Derzeit habe der Verein 300 Fußballer, davon 120 Jugendliche. 95 Prozent der Seniorenmannschaften bestünden aus Guxhagenern. „Damit das so bleibt, müssen wir etwas bieten.“ Auch Eltern legten bei der Wahl des Vereins Wert auf die Qualität der Plätze.

Ein Kunstrasenplatz ist vorteilhast

„Ein Kunstrasenplatz ist vorteilhaft, weil beim Sport die Gelenke weniger belastet werden“, erklärt Herkt. „Dadurch sinkt die Verletzungsgefahr.“ Ein weiterer Vorteil: Der Platz sei fast ganzjährig bespielbar. „Das entlastet die Kreissporthalle, da wir nur noch selten dorthin ausweichen müssen.“ Erst bei sehr hohen Minusgraden werde der Platz rutschig. „Bei Schnee darf auch nicht darauf gespielt werden, da das den Schnee in den Rasen drückt und er vereist.“

Das Projekt startet nun zunächst mit der Planung bis Ende August mit einem Architektenbüro, gefolgt von einer achtwöchigen EU-weiten Ausschreibung. „Im Gegensatz zu Kommunen, die das günstigste Angebot nehmen müssen, können wir stärker auf Qualität achten und eine etwas teurere Variante wählen“, sagt Herkt. Beim Kunststoff, der für den Kunstrasen nötig ist, komme es derzeit bei manchen Lieferanten zu Lieferschwierigkeiten. „Darauf können wir bei der Auswahl achten.“ Der Bau beginnt zunächst mit Erdarbeiten. Es folgen Schichten aus Teer, Basaltschotter und Quarzsand bevor der Kunstrasen in vier Meter breiten Bahnen verlegt wird.

Die Linien für das große Feld werden aus dem grünen Platz ausgeschnitten und durch andersfarbigen Kunstrasen ersetzt. Einmal im Jahr müssen die kleinen Felder aufgemalt und der Platz gesäubert werden. Im Sommer ist es zudem gelegentlich nötig, den Rasen zu wässern. „Sonst wird er porös“, sagt Herkt. Deshalb gehört auch eine Bewässrungsanlage zum Projekt, genauso wie ein neuer Zaun.

Im Durchschnitt zehn bis zwölf Jahre bespielbar

„Im Durchschnitt ist ein Kunstrasenplatz zehn bis zwölf Jahre bespielbar“, sagt der Vorsitzende. „Wir rechnen mit 15 Jahren.“ Dazu müsse er gut gepflegt werden. „Es gibt Überlegungen, ein Konto anzulegen, um Geld für die Erneuerung zu sparen.“ Das könne zum Beispiel von Honorar kommen, denn der Verein erwäge, von anderen Vereinen Geld zu nehmen, die den Platz nutzen wollen. Sorgen machen dem Vorsitzenden die steigenden Preise für den Kunststoff. Herkt rechnet mit einer Steigerung von bis zu 30 Prozent. „Derzeit kostet ein Quadratmeter Kunstrasen je nach Art 18 bis 45 Euro“, sagt er. Der Platz sei 90 Meter lang und 56 Meter breit, also 5040 Quadratmeter groß.

Außer auf dem Platz „Unter den Eichen“ gibt es bald bei der Flutlichtanlage eine Neuerung. Sie wird auf LED-Beleuchtung umgestellt.

(Fabian Becker)

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