Infos gibt es jetzt auch bei Facebook 

Lärmstopp für die A7: Guxhagener Initiative will Druck auf Behörden ausüben

Dauerlärm von Lastwagen und Autos macht krank: Die Guxhagener Bürgerinitiative Lärmstopp A 7 kämpft weiter für den Schutz der Anwohner. Das Symbolbild zeigt die A 7 bei der Ausfahrt Malsfeld. Archivfoto: Brandau

Guxhagen. Mit einer eigenen Internetseite und einem Auftritt im sozialen Netzwerk Facebook wollen die Mitglieder der Guxhagener Bürgerinitiative Lärmstopp A 7 jetzt richtig durchstarten und noch mehr Druck auf die Behörden ausüben.

Neben einer Demonstration im August wird am 27. April ein Infotreffen im Gasthaus Zur Breitenau stattfinden.

Die Initiative verzeichnete zwar im vergangenen Jahr mit der Zusage für einen Lärmschutz an der Hundsforth einen ersten Erfolg, aber damit wollen sich die BI-Mitglieder nicht zufrieden geben – zumal die BI bisher keine Aussage des Hessischen Verkehrsministeriums darüber bekommen habe, wann der Schutz gebaut wird. Auf HNA-Anfrage hieß es gestern aus Wiesbaden, dass man den Planungsstand erst kommende Woche nach Abstimmungen mit Hessen Mobil mitteilen könne.

„Wir werden keine billigen Ausreden mehr gelten lassen und bleiben hartnäckig“, sagt Konrad Rysiewski, der genau wie unter anderem Gisela Alheit, Dietmar Hering, Karl-Heinz Brandenstein und Martin Hörle zum festen Kern der BI-Mitglieder gehört. Mit der Internetseite und dem Facebook-Auftritt will die BI nicht nur über aktuelle Vorhaben informieren, sondern auch Aufmerksamkeit erlangen, um mehr Unterstützer zu gewinnen. Um die technische Umsetzung kümmert sich Stefan Walter aus Ellenberg. Die Facebook-Seite existiert bereits (Suchbegriff „Initiative Lärmstopp A 7“), die Internetseite befindet sich noch im Aufbau. Ihre Unterstützung zugesagt – vielleicht auch angesichts der Landtagswahlen im Oktober – habe die Landtagsabgeordnete Wiebke Knell von der FDP.

„Wir haben so viele Parteien angeschrieben. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Aber nie eine Antwort bekommen“, sagt Fischer. Jetzt sei Schluss mit den „Streicheleinheiten“. Für August plant die BI eine Demonstration am Fuldaberg. Gesucht wird noch ein Sponsor für eine Luftballon-Aktion.

Der Dauerlärm mache krank und mit dem Lärmschutz für die Hundsforth sei es lange nicht getan. Das Wohngebiet Breitenau, die Kerngemeinde sowie die Ortsteile Büchenwerra und Ellenberg müssten geschützt werden, sagt Fischer. Guxhagen sei ein Lärmhotspot. Schließlich dröhne es nicht nur von der Autobahn, sondern auch von der Bundesstraße, der Schnellbahntrasse und vom Bahnhof. Auch der Durchgangsverkehr zwischen der Brückenstraße und der Dörnhagener Straße habe enorm zugenommen. „Darauf werden wir immer wieder von Anwohnern angesprochen“, sagt Fischer. Doch nicht nur für Guxhagen kämpfen die BI-Mitglieder, sie setzen sich auch für einen Schutz im Felsberger Stadtteil Heßlar ein. „Es gibt Gesetze, die von den Behörden einfach ignoriert werden“, ärgert sich Fischer. Beispielsweise sei der Autobahnabschnitt von Knüllwald bis Kassel von vier auf sechs Fahrspuren erweitert worden, ohne dass ein Lärmschutz verbaut wurde. Der stehe den Anwohnern nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz aber zu.

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