Zweiter Bauabschnitt startet

Mehr Jobs durch rasantes Wachstum: Sartorius-Erweiterung in Guxhagen liegt voll im Plan

Sie besichtigten die Baustelle: vorn von links Investor- und Vermietervertreter Karl Kördel, Landrat Winfried Becker, Ellen Kördel-Heinemann, Bernd Arnold, dahinter Guxhagens Bürgermeisterin Susanne Schneider, Handwerkskammer-Präsident Frank Dittmar, Ariane Rindlisbacher, Dr. Arnd Klein-Zirbes, Thorsten Peuker, Jens Karl und Prokurist Kai Kördel.
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Sie besichtigten die Baustelle: vorn von links Investor- und Vermietervertreter Karl Kördel, Landrat Winfried Becker, Ellen Kördel-Heinemann, Bernd Arnold, dahinter Guxhagens Bürgermeisterin Susanne Schneider, Handwerkskammer-Präsident Frank Dittmar, Ariane Rindlisbacher, Dr. Arnd Klein-Zirbes, Thorsten Peuker, Jens Karl und Prokurist Kai Kördel.

Schon steht das Skelett des Rohbaus der neuen Produktionshalle der Sartorius-Niederlassung und lässt die gewaltigen Ausmaße von ungefähr der Größe eines Fußballfeldes erahnen. Die Betriebserweiterung liegt gut im Zeitplan.

Guxhagen - Der erste Bauabschnitt soll Mitte 2022 fertig werden, der zweite -– ein Bürogebäude mit einer Vorführanlage für Kunden auf einer Wiese an der Robert-Bosch-Straße – soll noch dieses Jahr beginnen.

Darüber informierten sich jetzt die Akteure aus Politik und Wirtschaft, die mit ihrer engen Zusammenarbeit für die Umsetzung dieses Projekts sorgen, im Rahmen einer Baustellenbesichtigung. Dabei wurde deutlich, dass das rasante Wachstum des Göttinger international tätigen Biotech-Unternehmens und Herstellers von Bioreaktoren für die pharmazeutische Industrie auch den Arbeits- und Lehrstellenmarkt in der Region befeuern wird.

Die Belegschaft von Sartorius Guxhagen ist bereits von anfänglich 150 auf 650 Mitarbeiter gewachsen. Nach Abschluss der Erweiterung solle sie auf bis zu 800 Mitarbeiter wachsen, teilte Pressesprecher Timo Lindemann mit. Schon jetzt seien 50 Stellen unbesetzt.

Daneben bildet Sartorius am Standort Guxhagen 34 junge Mitarbeiter, davon 19 in gewerblich-technischen Berufen aus. Für nächstes Jahr plant das Unternehmen einen Einstellungsschub: 16 weitere Ausbildungsstellen, beispielsweise für Mechatroniker, Fachinformatiker und Elektroniker, sollen geschaffen werden. Für den Fachkräftenachwuchs wird in der neuen Halle eine 150 Quadratmeter große Lehrwerkstatt eingerichtet.

Der Bau der neuen Halle sei bisher problemlos verlaufen, man warte nur noch auf Trapezbleche zur Dacheindeckung, sagte der Unternehmer Karl Kördel, der über den Investor und Bauherrn Robos GmbH das Bauprojekt maßgeblich steuert. Momentan halte man sich auch noch im anvisierten Kostenrahmen von 30 Millionen Euro. Einig waren sich die Akteure, dass die Erweiterung von Sartorius Impulse für die Wertschöpfung und den Arbeitsmarkt in der gesamten Region geben wird. Eine Menge Zulieferer des Biotech-Unternehmens profitierten von dessen Wachstum, sagte Sartorius-Manager Bernd Arnold: „Das stärkt ganz Nordhessen.“

Für den Erfolg des Projekts stehe ein starkes Netzwerk von Kommunen, Industrie, Politik und Kammern, die alle ihren Beitrag leisten, meinte Kördel.

Für Landrat Winfried Becker steht dabei die Erweiterung der Infrastruktur in Guxhagen im Fokus, beispielsweise der Ausbau des Internets – schon weil immer mehr Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiteten. Guxhagens Bürgermeisterin Susanne Schneider will sich dafür einsetzen, den Ort noch attraktiver für künftige Mitarbeiter und ihre Familien zu machen, beispielsweise durch eine Ganztagsbetreuung in der Grundschule. (Peter Dilling)

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