Mieter sollen 2021 einziehen

Sanierung des Bahnhofs in Guxhagen geht voran

Bringt Spachtelmasse in Sprühtechnik auf: Maler Tobias Kallweit.
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Bringt Spachtelmasse in Sprühtechnik auf: Maler Tobias Kallweit.

Im und am Bahnhof in Guxhagen wird derzeit an allen Ecken und Enden gewerkelt. Während im Keller die Gasheizung installiert wird, sprüht Maler Tobias Kallweit in der ehemaligen Wohnung des Bahnhofvorstehers Spachtelmasse auf. Außen kümmert sich währenddessen Ivan Fleischer mit seinen Kollegen um die Wärmedämmung des Altbaus.

Guxhagen - Die Sanierung geht voran. Wenn auch nicht ganz so schnell, wie es sich Bürgermeister Edgar Slawik gewünscht hatte. Der Zeitplan, noch in diesem Sommer die Räume an die Gewerbetreibenden übergeben zu können, ging nicht auf. Beispielsweise habe es bei der aufwendigen Trockenlegung Verzögerungen gegeben, sagt Slawik. Und die Corona-Regeln hätten die Arbeiten auf der Baustelle auch noch mal in die Länge gezogen. Im ersten Quartal 2021 sollen der sanierte Altbau und der Neubau soweit fertig sein, dass die Mieter einziehen können. Anschließend folgen die Arbeiten an den Außenanlagen. Bis das Projekt Bahnhof komplett abgeschlossen ist, wird es Sommer 2021, schätzt Slawik.

Im Inneren des Altbaus zeigt sich, dass noch jede Menge Arbeit bevorsteht. Im Erdgeschoss, wo die Bäckerei Most einziehen wird, müssen beispielsweise noch die Decken mit Rigips-Platten verkleidet werden. Der Boden wurde betoniert. „Jetzt ist alles massiv“, sagt Slawik. Denn der Holzfußboden, der vorher drin war, sei an einer Stelle sogar eingebrochen gewesen.

Ein Stockwerk weiter oben befindet sich die die ehemalige Wohnung des Bahnhofvorstehers. Der Zustand der Räume sei äußerst schlecht gewesen, sagt Slawik.

Mehr als zehn Jahre sei die Wohnung nicht genutzt werden, ab und zu hätten Obdachlose die Räume zum Schlafen genutzt. Von dem schlechten Zustand ist bereits jetzt nichts mehr zu sehen. Durch die weiße Spachtelmasse, die Tobias Kallweit per Sprühtechnik aufbringt, wirken die Räume hell und freundlich. Auf Anregung des Guxhagener Ortsbeirates bekam die Wohnung einen Balkon, der auch vom Stockwerk, das sich darüber befindet, zugänglich ist. Die beiden Wohnungen könnten auch gewerblich genutzt werden, sagt Slawik. „Wenn sich keiner finden sollte, der hier wohnen möchte.“ Abschrecken könnte die Lage direkt an den Bahngleisen. Man werde nicht verhindern können, auch nicht mit den besten Schallschutzfenstern, dass man Geräusche von den Zügen in den Innenräumen wahrnimmt, sagt Slawik.

Auch im oberen Stockwerk wohnte einst ein Bahnbediensteter. Die Türen der Wohnräume sollen aufgearbeitet und dann wieder genutzt werden. Denn sie sähen richtig schick aus, sagt Slawik. Der Ausbau des Dachbodens sei derzeit nicht vorgesehen.

Im Keller wird zurzeit die Gasheizung eingebaut. Geklärt werden muss beispielsweise noch, wo genau die Heizkörper angebracht werden sollen. „Uns war es wichtig, dass sich die Gewerbetreibenden mit den Gewerken selbst abstimmen“, sagt Slawik. Im Neubau nebenan, wo Jörg Fromm mit seinem Versicherungsbüro einziehen wird, wurde Fußbodenheizung verlegt. Fromm wird auch einen Teil des Altbaus als Büro nutzen.

Der ehemalige Luftschutzbunker befindet unter der künftigen Bäckereifiliale. An mehreren Stellen an den Wänden steht noch der Schriftzug „Zum Schutzraum“. Für diesen Gewölbekeller mit den Stahlbetondecken ist keine Nutzung vorgesehen.

Auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof stapeln sich derzeit Unmengen an Dämmplatten für die Fassade des Altbaus bereit. Etwa drei Wochen, so schätzen die Arbeiter, wird es noch dauern, bis die Platten alle verbaut sind.

Wenn die Gebäude fertig sind, folgen noch die Arbeiten an den Außenanlagen. Beispielsweise wird eine Rampe zum barrierefreien Erreichen des Gleises gebaut. Der barrierefreie Zugang wird außen am Altbau vorbeiführen.

Für den Rathaus-Chef fühle es sich an, als sei er selbst der Bauherr, sagt er. Als es darum ging, ob der Bahnhof saniert oder abgerissen wird, hat er sich immer vehement für die Sanierung eingesetzt. (Carolin Hartung)

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