GL: Schandfleck in Guxhagen soll Aufenthaltsort werden

Schmuddelplatz schöner machen: Guxhagener Dorfanger soll nicht weiter verkommen

Alexandra Ried (GL Freie Wähler) ärgert sich über den schmuddeligen Dorfanger in Guxhagen. Außerdem hofft sie auf Zustimmung zu einem Antrag, mit dem die Ortsmitte unter anderem durch eine E-Ladesäule, moderne Touchbildschirme und einen Trinkwasserbrunnen aufgewertet werden soll.
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Alexandra Ried (GL Freie Wähler) ärgert sich über den schmuddeligen Dorfanger in Guxhagen. Außerdem hofft sie auf Zustimmung zu einem Antrag, mit dem die Ortsmitte unter anderem durch eine E-Ladesäule, moderne Touchbildschirme und einen Trinkwasserbrunnen aufgewertet werden soll.

Guxhagen – Die Dorfmitte in Guxhagen ist derzeit alles andere als vorzeigbar: zerschlagene Schaukästen, ungezählte Zigarettenstummel an der Bushaltestelle, verdreckte Fahrplanaushänge. Auch rund um den Zugang zum Schwarzenbach sieht es aus wie Kraut und Rüben.

Dabei könnte es so schön sein, weiß die Vorsitzende der Fraktion GL Freie Wähler Guxhagen, Alexandra Ried. „Es könnte ein richtiger Dorfmittelpunkt werden, an dem man sich einfach mal trifft, beim Bäcker einen Kaffee holt und dann zusammen runter an die Fulda geht.“ Doch so schmuddelig wie es unter den Linden seit Monaten aussehe, wolle sich dort wohl niemand lange aufhalten.

Mit einem Antrag in der nächsten Gemeindevertretersitzung, die am kommenden Mittwoch stattfindet, will die GL eine Verschönerung des Dorfangers auf den Weg bringen. Konkret soll der Platz eine E-Bike-Ladestation bekommen, einen modernen Infopoint, der über einen Touchscreen bedient wird, und einen Trinkwasserbrunnen. Auch ein Wlan-Hotspot findet sich in der Ideensammlung der GL. „Wir liegen hier direkt am R 1, im Sommer ist hier eine Menge los“, sagt Alexandra Ried. Jedoch sei die Dorfmitte im jetzigen Zustand kein Ort, an dem man sich gerne aufhält. „Es ist wirklich sehr, sehr schade, das hier so verkommen zu lassen. Es ist beschämend, wie es hier aussieht.“

Ried ärgert sich auch darüber, dass bei beiden Schaukästen, die im EAM-Häuschen an der Bushaltestelle hängen, seit Monaten die Scheiben eingeschlagen sind. „Es kann doch nicht sein, dass sich niemand dafür interessiert, wie das hier aussieht.“ Die Schaukästen müssten nach Meinung von Alexandra Ried komplett entfernt werden. Informationen so zu verteilen, sei doch gar nicht mehr zeitgemäß.

Auch die neue Guxhagener Bürgermeisterin Susanne Schneider sagt auf HNA-Anfrage: „Ich schäme mich dafür, wie es dort aussieht.“ Unabhängig vom GL-Antrag habe sie aber bereits mit dem Bauhof Rücksprache gehalten, dass auf dem Platz dringend etwas getan werden muss. „So wird das ganz sicher nicht bleiben.“ Zumindest müsse der Platz, bevor weitere Projekte angegangen werden können, erst einmal grob in Schuss gebracht werden, sagt Schneider. So müsse beispielsweise die Bank an der Bachbrücke gestrichen sowie Grünzeug entfernt und Büsche geschnitten werden. „Der Platz muss ansehnlich hergerichtet werden.“ Auch die Schaukästen müssten dringend in Ordnung gebracht werden, seien aber im Eigentum der Parteien, die dort für sich werben. „Allerdings muss man wirklich mal prüfen, ob diese Art der Präsentation noch zeitgemäß ist“, sagt Schneider.

Insbesondere für Touristen wünscht sich Alexandra Ried einen Präsentationsbildschirm, der auf Fingerdruck über die Gemeinde informiert. Beispielsweise über Hotels, Gastronomie, Sehenswürdigkeiten oder auch über Ärzte. „So etwas ist ja auch nichts Neues. In anderen Orten gibt es so was schon“, sagt Ried. Für Radfahrer müsse der Ortskern attraktiver werden. Eine Ladesäule für E-Bikes könnte über eine Solaranlage auf dem Häuschen an der Haltestelle betrieben werden, schlägt sie vor. Das Haus nutzt übrigens die EAM für Technik zur Stromversorgung. Und um es abzurunden, könne man auch ein Werkzeug-Kit für Radfahrer zur Verfügung stellen. „Es geht uns ja insgesamt um eine Ortskernbelebung“, sagt Ried. „Die Verschönerung des Dorfangers kann eine Initialzündung sein.“ Vielleicht auch für eine Biker-Pension im alten Gasthaus zur Linde. (Carolin Hartung)

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