Sieben Initiativen gegen Lärm: Aktivbündnis kämpft für Schutz 

Hans-GeorgAlbertengagiert sich für dieBI Guxhagen

Guxhagen. Der Lärm auf den Autobahnen macht krank und die Politik muss endlich etwas tun, um die Anwohner zu schützen. So lautet der Tenor der sieben Bürgerinitiativen und Interessenvertretungen gegen Autobahnlärm, die sich jetzt zum Aktivbündnis Lärmschutz zusammengeschlossen haben.

Mit dabei sind die Bürgerinitiativen aus Guxhagen und Felsberg (Autobahn 7), aus Bad Hersfeld (Autobahn 4), aus Schauenburg, Zierenberg (beide Autobahn 44), aus Edermünde (Autobahn 49) und aus Marburg (Stadtautobahn).

Initiiert haben den Zusammenschluss die Guxhagener, die im Oktober 2016 eine Bürgerinitiative gegründet hatten. Einen ersten Erfolg konnten sie seitdem verbuchen: die Zusage des Hessiscen Verkehrsministeriums für einen Lärmschutz für das Wohngebiet Hundsforth. „Anscheinend gehen die Behörden aber jetzt davon aus, dass das Lärm-Problem in Guxhagen damit gelöst ist, sagt BI-Sprecher Dieter Fischer. Guxhagen, Ellenberg und Büchenwerra seien massiv vom Lärm der A 7 betroffen. Zahlreiche Politiker seien bereits vor Ort gewesen und hätten sich selbst davon überzeugt, wie laut es in der Fuldagemeinde ist, aber: „Alle sind der Meinung, dass es ein unerträglicher Zustand ist. Aber es tut einfach niemand etwas“, sagt BI-Mitglied Hans-Georg Albert. „So langsam fühlen sich die Leute verarscht“, fügt Fischer hinzu. Mit dem Zusammenschluss der Initiativen wollen die Beteiligten den Druck auf die Behörden erhöhen, sagte Dr. Joachim Dähn aus Bad Hersfeld beim ersten Treffen der BIs in Guxhagen. „Das ist nur in gemeinschaftlicher Arbeit zu schaffen.“

Auch in Guxhagen habe man die Erfahrung gemacht, dass eine kleine Bürgerinitiative einfach wenig ausrichten könne, sagt Dieter Fischer. „Jetzt können wir uns ganz anders aufstellen.“ Denn einige der beteiligten Bürgerinitiativen verfügten über viel Erfahrung und Fachwissen, da sie schon lange Zeit agieren, sagt Albert. Auch Demonstrationen, die es in Guxhagen schon mehrfach gab, könnten dann möglicherweise ganz neue Dimensionen annehmen. Auch könne man nun gemeinsam Spenden akquirieren, um beispielsweise Experten zu engagieren, die bei rechtlichen Fragen helfen oder um Flyer und Plakate drucken zu lassen. Die Guxhagener BI hofft darauf, dass endlich die unterschiedlichen Lärmgrenzwerte, die für neu gebaute und bestehende Autobahnen gelten, gekippt werden. Laut Bundestagsabgeordnetem Sören Bartol sei eine solche Änderung in Berlin im Gespräch, sagt Albert. Denn derzeit darf von bestehenden Autobahnen mehr Lärm ausgehen als von neu gebauten.

Termin: Das Aktivbündnis trifft sich am Freitag, 29. März, 18 Uhr in der Gaststätte „Zur Breitenau“ in Guxhagen.

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