Optimallösung

Steuerbüro statt Feinkost: Nutzung für Neubau im Guxhagener Bahnhof steht

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Wird ab 30. September saniert: Der Guxhagener Bahnhof wird außerdem um einen Anbau erweitert. 

Statt dem Feinkostgeschäft Wein & Genuss wird nun das Guxhagener Steuerbüro Köhler und Felsch in den geplanten Neubau am Guxhagener Bahnhof einziehen.

 Das teilte Bürgermeister Edgar Slawik in der gestrigen Gemeindevertretersitzung mit.

Die Betreiber des Feinkostgeschäfts hätten Mitte Juli ihre Absage mitgeteilt, sagte Slawik. „Ich bin nicht böse über die Entscheidung, aber enttäuscht“, sagte der Bürgermeister auf HNA-Anfrage. Schließlich habe es eine schriftliche Interessenbekundung seitens Wein & Genuss gegeben. Mit Bäcker und Versicherungsbüro wäre es am neuen Bahnhof eine schöne Mischung gewesen, sagt Slawik.

Das Steuerbüro Köhler und Felsch befindet sich derzeit in einem Einfamilienhaus an der Kantstraße. Außerdem gibt es ein zweites Büro in Niestetal. „Wir haben ohnehin nach neuen Büroräumen in Guxhagen gesucht“, sagt Burkhard Köhler auf Anfrage. In einen Neubau zu ziehen, sei da die Optimallösung. Der Architekt, der den Bahnhofsneubau plant, wolle die Räume nun nach dem Bedarf des Steuerbüros umplanen, sagt Köhler. Ein Mietvertrag sei allerdings noch nicht unterschrieben. 18 Mitarbeiter arbeiten insgesamt bei Köhler und Felsch. Die Hälfte davon ist am Guxhagener Standort tätig. 2003 zog das Steuerbüro von Kassel nach Guxhagen.

Die Bauarbeiten für den neuen Bahnhof sollen am 30. September starten, sagt Slawik. Wegen der Umplanungen beginnen die Arbeiten einen Monat später als geplant. Etwa ein Jahr sollen die Arbeiten dauern. Damit während der Bauphase genügend Parkplätze zur Verfügung stehen, will die Gemeinde etwa neun Parkplätze auf einem gegenüberliegenden Grundstück schaffen.

Auch auf einem Gelände, das im Eigentum der Bahn sei, könnten noch Parkplätze entstehen, wenn vonseiten der Bahn Grünes Licht gegeben werde. Im besten Fall könne man etwa 15 zusätzliche Parkplätze schaffen, sagt Slawik. Mit 1,5 Millionen Euro wird das Bahnhofsprojekt zu Buche schlagen. Damit liegen die Kosten 100 000 Euro unter der Obergrenze, die von der Gemeindevertretung festgelegt worden war. Bei erheblichen Mehrkosten sollte eine neue Entscheidung für oder gegen die Sanierung des Bahnhofs gefällt werden.

Laut Slawik hatte zwischenzeitig auch ein anderer gastronomischer Betrieb Interesse am Bahnhof bekundet. Das habe sich allerdings zerschlagen, da der Betrieb Ausschau nach größeren Räumlichkeiten gehalten habe. Für Guxhagen sei ein weiteres gastronomisches Angebot zwar wünschenswert, aber ein Gastronomiebetrieb sei auch immer mit viel Risiko verbunden. „Das ist ein zweischneidiges Schwert.“ Die Nutzung des Neubaus als reines Bürogebäude sei wesentlich risikoärmer.

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