Superbeton für Brücke: Kasseler Baustoff in Büchenwerra?

Muss saniert werden: Fuldabrücke in Büchenwerra. Foto: Archiv

Guxhagen. SPD will prüfen lassen, ob Kasseler Baustoff in Büchenwerra eingesetzt werden kann.

Die SPD im Parlament Guxhagen will prüfen lassen, ob bei einer Sanierung der Fuldabrücke in Büchenwerra als Material hochfester Beton infrage kommt.

Der Superbeton wurde im Fachgebiet Massivbau der Universität Kassel entwickelt.

In einem Antrag zur nächsten Parlamentssitzung heißt es seitens der SPD, das hochfeste Material sei wesentlich leichter als normaler Beton. Aufgrund seiner Eigenschaften solle es kaum Instandhaltungskosten verursachen. Die Hochschule habe bereits Interesse an einer Mitarbeit bei der Sanierung der Wirtschaftsbrücke signalisiert, heißt es in dem von Fraktionschef Reiner Kramm unterzeichneten Papier.

Die Fuldabrücke verbindet Büchenwerra mit Ellenberg. Sie dient in erster Linie dem landwirtschaftlichen Verkehr und ersetzte 1965 eine Specke: einen Holzsteg für Fußgänger und Handkarren. Diese Behelfsbrücke wurde einst im Frühjahr aufgebaut und im Herbst mit Blick auf Hochwasser und Eisbruch wieder abgebaut, berichtete Ortschronist Ralf Löber. Der Heimatdichter Wilhelm Pfeiffer aus Körle habe 1965 zur Inbetriebnahme der heutigen Brücke bemerkt: „Nu mach’s gutt, du ahle Wackelbrecke, die Biechenwerrd’schen honn ne Brecke.“

Diese Brecke ist inzwischen auch in die Jahre gekommen. Der Beton bröckelt und das Bewehrungseisen liegt frei, erklärte Ortsvorsteher Herbert Ebert. Die Brücke sei auch heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Denn die Tonnage-Begrenzung auf zwölf Tonnen werde modernem landwirtschaftlichen Gerät nicht mehr gerecht.

Termin: Die Sanierung der Wirtschaftsbrücke ist Thema bei der nächsten Zusammenkunft der Guxhagener Gemeindevertreter. Die öffentliche Sitzung beginnt am Mittwoch, 11. Februar, um 19 Uhr im Rathaus. Weitere Themen sind unter anderem der Gemeindeetat 2015, die Insallation einer Gedenktafel am Fuldaberg und Asylsuchende in Guxhagen.

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