Weg ist etwa sieben Kilometer lang

Themenwanderweg zwischen Guxhagen und Büchenwerra ist fertig

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Themenwanderweg zwischen Guxhagen und Büchenwerra ist nun fertig: Manfred Kreiß (von links) und Ralf Löber befestigten die Figur am „Dicken Stein“. Benjamin Busch und Daniel Freitag von der Feuerwehr Guxhagen brachten die Männer und den Nick mit dem Boot zur anderen Fuldaseite. 

Guxhagen. Wer sich auf den neuen historischen Themenwanderweg zwischen Guxhagen und Büchenwerra begibt, dem begegnet nun eine sagenumwobene Gestalt: Der Nick vom Fuldaberg.

Die Metallfigur stellten jetzt Ralf Löber, der auch schon die Infotafeln am Wanderweg beschriftete, und Schmiedemeister Manfred Kreiß, am Fulda-Ufer auf. Hilfe bekamen die beiden von der Feuerwehr Guxhagen.

Benjamin Busch, Daniel Freitag sowie Moritz Riester und Marco Jutzi fuhren die beiden Männer und die Metallfigur mit dem neuen Rettungsboot zum „Dicken Stein“ am Ufer. Vom Wanderweg aus, der auf der anderen Seite der Fulda verläuft, ist der Nick nun gut zu sehen.

Die passende Geschichte gibt’s auf einer Tafel am Wegesrand zu lesen. Aufgeschrieben hatte die Sage einst Peter Schmidt. Er war der einzige Lehrer in Büchenwerra – von 1913 bis 1931 hatte der Ort noch eine eigene Schule, weiß Ralf Löber.

Dem Fischer von Büchenwerra sei einst eine Nixe ins Netz gegangen, die er mit zu seiner Familie nach Hause genommen habe. Die Nixe habe von morgens bis abends gesungen und sei immer fröhlich gewesen. Und sie entpuppte sich als wahres Haushaltswunder: Sie putzte, wusch die Wäsche und kochte für die Familie. Doch einer war sehr traurig darüber, dass seine Nixe plötzlich verschwunden war. Das Wassermännlein namens Nick. Er saß stets auf dem Dicken Stein an der Fulda und spielte traurig Flöte – so sehr vermisste er sie.

Zwei Sonntagskinder, die sich mit dem mystischen Wesen unterhalten konnten, hörten sein melancholisches Flötenspiel und fragten ihn, warum er denn so traurig sei. „Mein Weiblein ist verschwunden und ich kann es nirgends finden“, soll er geantwortet haben. Zufällig wussten die Kinder, wo sich die Nixe befand und verrieten dem Nick ihren Aufenthaltsort. 

Noch am selben Abend soll der Nick zum Fischerhaus geschwommen sein, um dort seine Flöte zu spielen und die Nixe wieder zurück zu locken. Und es klappte: Als sie die Melodien hörte, ließ sie alles stehen und liegen und eilte nach draußen ins Wasser. In der Küche habe sie beim Davoneilen zahlreiche Fischschuppen verloren. Angeblich hatten sich diese am nächsten Morgen, als die Familie erwachte, in Taler verwandelt. Die Fischersleute seien von jetzt auf gleich dermaßen wohlhabend gewesen, dass sie sogar den Armen von ihrem Reichtum abgegeben haben sollen.

Mit der Aufstellung des Nicks ist der Themenwanderweg nun komplett, sagt Ralf Löber. Lediglich eine Info-Tafel an der Alten Bachbrücke in Guxhagen fehle noch. Die Figur des flötespielenden Männleins hat übrigens Doris Waldmann aus Guxhagen entworfen. Anhand der Zeichnung schnitt Schmiedemeister Kreiß aus Dörnhagen die Metallfigur aus.

Der historische Themenwanderweg ist etwa sieben Kilometer lang. Es gibt 13 Stationen mit Informations-Tafeln. Die Realisierung kostete knapp 30 000 Euro, 13 000 Euro stammen aus einem EU Förderprogramm, den Rest brachte die Gemeinde selbst auf.

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