Sudetenstraße in Guxhagen wird neu gestaltet: Treppen sorgen für Ärger

Sind am Sudetenweg in Guxhagen zu Gange: Von der Mörscher Baufirma Fritz Franke von links Johannes Möller, Michael Grün und Sebastian Hepe.
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Sind am Sudetenweg in Guxhagen zu Gange: Von der Mörscher Baufirma Fritz Franke von links Johannes Möller, Michael Grün und Sebastian Hepe.

Von der Buckelpiste an der Sudetenstraße in Guxhagen ist jetzt nichts mehr zu sehen. Der Weg zur katholischen Kirche wird gerade neu gemacht. Bis Ende der Woche sollen die Arbeiten laut dem Bauunternehmen Fritz Franke abgeschlossen sein. Alles gut, sollte man meinen.

Doch der Anblick des neuen Weges sorgt für regelrechte Empörung bei einigen Guxhagenern. „Jetzt sind aus sechs Stufen 27 geworden“, ärgert sich ein Nachbar. „Ein Treppenwitz ist das.“ Auch in den sozialen Medien wird der neue Weg thematisiert. „Herausforderung für Rollstuhlfahrer, Leute mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen, unglaublich“, kommentiert ein Facebook-Nutzer beispielsweise ein Foto vom neu gemachten Weg.

Es habe schlicht keine andere Lösung gegeben, den Weg sicher zu gestalten, sagt der Guxhagener Bauamtsleiter Steffen Tasler auf HNA-Anfrage. Der Abschnitt habe eine Steigung von 4,50 Metern. Es sei von vornherein ausgeschlossen gewesen, dass dort ein barrierefreier Weg entsteht.

Denn dafür sei eine Steigung von maximal sechs Prozent erlaubt. Und davon sei man beim Sudetenweg sehr weit entfernt. „Wir können den Berg nicht weghexen“, sagt Steffen Tasler. Man habe mehrere Möglichkeiten zur Gestaltung ausführlich diskutiert. Die Stufen ganz wegzulassen, wäre eine der Optionen gewesen, aber „im Winter, wenn es glatt ist, wird das zu einer Sprungschanze dort“, sagt Tasler. Dann hätte man den Weg, genau wie steile Straßen in Ellenberg, im Winter sperren müssen. Es bei den sechs Stufen zu belassen, so wie vorher, hätte ebenfalls zur Folge gehabt, dass es zu gefährlich für Fußgänger gewesen wäre. Denn die steilen Abschnitte zwischen den Treppen wären zu groß. Und eine richtige Treppenanlage ohne Zwischenpodest nach jeweils zwei Stufen wäre für Menschen mit Kinderwagen gar nicht mehr begehbar gewesen.

Jetzt sei es durch die Unterbrechung der Stufen mit einem Zwischenpodest wenigstens einigermaßen möglich, den Weg mit einem Kinderwagen zu überwinden, sagt Tasler. Gefreut habe sich das Bauamt über die Anregung eines Nachbarn. Er hatte beim Start der Arbeiten angeregt, wenigstens das untere Ende des Weges, barrierefrei auf die Berliner Straße zu führen.

„Und genau so haben wir es auch gemacht“, sagt Tasler. Man könne noch so gut planen, und trotzdem könne man mal ein Detail übersehen. Da sei es äußerst hilfreich, wenn Anwohner Hinweise einbringen.

Von Carolin Hartung

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